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Schreiben und lesen

Probleme, Erfahrungen und Berichte zum Thema Alkohol

Schreiben und lesen

Beitragvon Jochen » 3. Nov 2009, 22:18

Liebe Freundinnen und Freunde,

warum schreibe ich eigentlich meine Gedanken in ein Forum? Reicht es nicht, sie mit mir selbst auszumachen? Nerve ich am Ende andere Menschen damit? Oder tue ich es, um Bestätigung zu erhalten?

Es hat bestimmt viele Gründe, aber nach einigem Überlegen gibt es wohl zwei ganz wichtige für mich.

In der Tat schreibe ich viele Dinge auf, die niemand zu lesen bekommt. Ich schreibe Dinge auf, die mich bewegen und bemerke dabei, dass sie an Wichtigkeit gewinnen oder verlieren. Die unwichtig gewordenen werden zerknüllt und landen im Papierkorb. Die Dinge, die mir beim Aufschreiben wichtiger werden, bewahre ich auf. Um sie später wieder zu lesen und unter Umständen mit einem Lächeln in den Papierkorb zu versenken.

Wenn ich etwas in ein Forum schreibe, dann tue ich es aus dem gleichen Grund: Ich möchte durch das Schreiben meiner Gedanken Abstand zu diesen bekommen, sie erst einmal los werden um sie danach neu greifen zu können. Das ist natürlich nicht alles, denn dazu müssten sie nicht in einem Forum landen. Ich warte also darauf, dass ich entweder für das Geschreibsel eins auf die Mütze, Zustimmung oder eine kritische -wie auch immer ausfallende- Reaktion bekomme.

Gerade vorgestern hatten wir ein Meeting in dem es um die Empfindlichkeit von Alkoholikern ging. Ich denke, dass vielen von uns bereits aufgefallen ist, dass Alkoholiker oftmals überempfindlich reagieren, nach meinen Erfahrungen besonders die "frisch getrockneten". Und da kommt es dann oft zu Problemen beim Gedanken- und Erfahrungsaustausch. Es wird Abwehrhaltung eingenommen und es kommt zum Konflikt. Dabei könnte aus den unterschiedlichen Ansichten -wenn jeder etwas freundlich in seiner Wortwahl ist- für alle etwas fruchtbares, erhellendes herauskommen.

Mir fiel das nicht leicht, Kritik anzunehmen, vor allem nicht in den ersten Monaten ohne Alkohol. Heute spüre ich eine leichte Besserung, ich kann Dinge "überschlafen" ohne dadurch schlaflos zu werden. Es ist noch längst nicht so, wie ich mir das wünsche; oft ärgere ich mich nach kurzer Zeit über mich selbst, über meine Kurzschlussreaktion bei vermeintlichen "Angriffen". Da merke ich dann, dass ich die folgenden Sätze noch nicht in ihrer ganzen Bedeutung verinnerlicht habe.

Ich bitte um die Kraft, Dinge die ich nicht ändern kann, mit Gelassenheit hinzunehmen. Um den Mut, zu ändern, was geändert werden kann und muss. Sowie die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden. Ich bitte um Geduld mit Veränderungen, die ihre Zeit brauchen, und um Wertschätzung für alles, was ich habe, Toleranz gegenüber jenen mit anderen Schwierigkeiten und die Kraft, aufzustehen und es wieder zu versuchen, nur für heute.

Jochen, Alkoholiker, heute trocken

PS: Es gibt natürlich noch einen Grund für's Schreiben: Während ich schreibe, habe ich keine Hand frei für's Saufen... ;)
Gute Freunde helfen einander.
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Re: Schreiben und lesen

Beitragvon Bianka » 7. Nov 2009, 06:44

Lieber Jochen, Liebe Freunde
Wie recht Du doch hast. Es ist in der Tat so,das ich als "frisch getrocknet" sehr überempfindlich bin. Nun denke ich aber,
es kommt sehr darauf an, an was ich mich stoße. Wenn es berechtigt scheint, dann werde ich das sicher überdenkenund sage dann:Stimmt ja, hast Recht. Ich nehme mir ja die selbe Freiheit, anzusprechen, was mir nicht gefällt. Nur überlege ich mir vorher, wie und was ich von mir gebe. auch wenn es nicht so "gemeint war"
Wie schnell tue ich jemanden weh, obwohl das nicht nötig ist.Also bleibe ich dabei: erst denken, dann reden.
Dieses war und ist ein chat, in dem wir uns gegenseitig respektiert haben. Es wäre traurig, wäre es auf einmal nicht mehr so.
gute 24 Stunden
Bianka-Alkoholikerin, heute trocken
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