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Alleinsein

Probleme, Erfahrungen und Berichte zum Thema Alkohol

Alleinsein

Beitragvon Jochen » 11. Jan 2011, 22:03

Liebe Freunde,

mit dem Alkohol als Freund war ich recht oft alleine, eher schon einsam. Je mehr ich trank umso weniger Freunde schien ich zu brauchen. Anderen Alkoholikern wird es ähnlich ergangen sein (im tiefsten Innern sind alle Säufer einsam). Damit meine ich nicht das Umfeld des Alkoholikers, das ist sehr unterschiedlich bei den einzelnen Menschen. Manche zogen währen ihrer nassen Zeit durch die Kneipen, andere hatten sogenannte "gesellschaftliche Verpflichtungen", wieder andere soffen ganz alleine zuhause. Zur letzten Gruppe zähle ich mich. Nach und nach kappte ich alle Beziehungen nach außen, warum weiß ich nicht.

Seit 2 Jahren wandelt sich das. Ich spüre den Wunsch, Freunde zu suchen, andere Menschen kennen zu lernen, kurz: unter Leute zu gehen. Es sind erste zaghafte Versuche, die angetrunkene Einsamkeit zu überwinden. Ein Freund erzählte in einem Meeting das genaue Gegenteil. Er ist seit 4 Jahren trocken, war nass ein wilder Herumtreiber und genießt jetzt die Einsamkeit. Er sagt, er brauche auch heute noch viel Zeit, um "alleine zu sich zu finden". EInsamkeit ist für ihn nichts, was er überwinden müsste, er genießt sie.

Diese gegensätzlichen Erfahrungen bringen mich dazu, immer mal wieder innezuhalten, in mich hineinzuhören, was mir gut tun würde.

Danke für's Lesen!
Jochen, Alkoholiker
Gute Freunde helfen einander.
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Jochen
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Re: Alleinsein

Beitragvon Bianka » 13. Jan 2011, 12:20

Hallo Freunde,

als ich noch trank, war mir das Alleinsein gar nicht so bewußt. Es hat mich nicht gestört, weil ich dann meine Ruhe haben wollte, meine Musik hören und mich meinem ASS hinzugeben wollte. Wenn es mir zu dumm wurde, bin ich schon besoffen in die Kneipe gegangen, um jemanden zu finden, der sich mein ganzes Palaver anhört und mich bedauert.

Nun hat sich das auch etwas gewandelt bei mir. Ich möchte gern neue Freunde finden, was aber gar nicht einfach ist.
Ob das jetzt mit meinem noch mangelnden Selbstvertrauen zu tun hat, weiß ich nicht. Zuerst drängt sich mir immer die Frage auf, oweia, kann ich anderen genügen, können sie mit mir was anfangen? Im Suff war das alles kein Problem für mich.

Ich hatte jetzt per Internet jemanden kennen gelernt, hab mich auch mit ihm getroffen. Leider mußte ich feststellen, das ich nur einen Wunsch hatte, wieder nach Hause zu kommen. Es lag aber nicht an ihm, denn er wäre absolut mein Fall gewesen. Ich will damit sagen, das ich mit der Trockenheit wahrscheinlich auch beziehungsunfähig geworden bin. Das grämt mich schon, weil diese selbst auferlegte Einsamkeit mir überhaupt nicht gut tut.

Wenn ich nur wüßte, wie ich mein Selbstvertrauen wieder gewinnen könnte. Auch hab ich große Probleme damit, mich selbst zu lieben und anzunehmen. Ich habe nur an mir auszusetzen, egal obs um Kleidung, Aussehen oder Figur geht, ich bin nur am nörgeln.

Zusammen gefasst heißt das, das ich im Moment noch ein sehr unzufriedener Mensch bin. Manchmal habe ich Angst, weil solche blöden Gedanken wie: "Als du noch getrunken hast, ging es dir in manchen Dingen entschieden besser" durch meinen Kopf schwirren.

Also ich weiß, ich muß was ändern und habe KEINE Idee dazu. Meine Hoffnung besteht darin, das mir Freunde, die länger trocken sind als ich oft sagen, das wird immer besser.

Gute 24 Stunden wünscht Euch allen

Bianka-Alkoholikerin
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Re: Alleinsein

Beitragvon Jutta » 14. Jan 2011, 14:51

Liebe Freunde,

wie unterschiedlich doch dieses Empfinden ist. Natürlich spielt die jeweilige Lebenssituation eine enorme Rolle.

Für mich muß ich sagen: Ich vermisse es! Ja es fehlt mir. Früher ließ man mich in Ruhe, weil ich ja schon wieder voll wahr und eh nix mehr machen oder groß sagen wollte. Ja und heute bin ich immer da, immer präsent, allzeit bereit.
Nicht das dieser neue Zustand den alten um Längen übertrifft, aber die Sache mit der Ruhe und der Zeit für mich muß ich mir schwer erkämpfen. Was Freunde betrifft bin ich ein sehr skeptischer Mensch. Ich hatte mal viele, sie gingen. Also waren es keine. Nun wollen einige zurück, niemals. Die spinnen wohl ;) . Ja und die eventuellen neuen? Bleiben sie wenn es mir aus irgend einen Grund mal schlecht geht?



Eine gute Zeit, alleine oder in der Gemeinschaft lieber Menschen


Jutta, Alkoholikerin heute trocken
Jutta
 

Re: Alleinsein

Beitragvon Hans aa-leben » 14. Jan 2011, 16:29

Liebe Freundinnen & Freunde.

Liebe Bianca.

Oh verdammt, Dein Beitrag hat mich schon sehr betroffen gemacht. Vor allem der rote Faden ( Deine Angst vor Nähe )
Glaub mir damit stehst Du nicht alleine, tausende Frauen & Männer stolpern täglich über ihre angebliche Unfähigkeit, zumindest interpretieren sie ihre Berührungsängste so. Mir ist es auch eine sehr lange Zeit so ergangen. Es war meine Angst vor Nähe, vor Liebe, vor jeglicher Berührung und doch hätte ich all das so gerne auch für mich gehabt, für mich ganz alleine, ich habe es mir immer so sehr gewünscht.

Ich hoffe erst mal, dass Du nun nach Deinem Beitrag wieder so richtig durchatmen kannst. Luft rauslassen , macht zwar nicht leichter, denn sie wiegt ja nichts, aber der Druck ist weg. In Deinem Beitrag habe ich mich deutlich selber erkannt und gespürt, denn alles was mit Zuneigung, Liebe , Wärme oder Nähe zu tun hat mag ich garnicht so sehr an mich rann lassen, auch heute noch nicht.

Ich schreibe es mir einfach mal von der Seele, so wie Du heute. Ich habe meine Mutter vor etwa 5 Jahren beerdigen lassen,
weil es sich nun mal für einen Sohn so gehört, es war lediglich eine Pflichtübung für mich. Sogar das Wort Mutter ist bei mir eine inhaltlose Zweckformulierung geblieben. Ich weiss nicht wie sich meine Mutter angefühlt hat, ich kenne nicht einmal
die Farbe ihrer Augen und eine liebevolle Umarmung, ein Lächeln, ja auch einen mütterlichen Klaps, sind Geheimnisse, die ich nie in meinen Leben spüren durfte.

In meinen Träumen habe ich mir das tausende male vorgestellt, es wäre sicher der Himmel auf Erden gewesen. Liebe , Wärme, ein miteinander und füreinander. Es waren Träume, Träume, Träume, es sollte nicht sein und auch heute ist da noch manchmal das nie leiser werdende ( Warum?? ) Warum war das so, warum ist das so ?? Würde mir eine Antwort helfen??
Würden meine immer noch unausgesprochenen Sehnsüchte wo nach auch immer weniger weh tun, würde ich meine tiefe Traurigkeit die immer mal wieder da ist, verschwinden, aushaltbarer werden?? Oder bin ich doch nur ein sogenanntes
Weichei??

Alles Fragen die ich im grunde meines Herzens garnicht beantwortet haben möchte. Ich habe oft immer noch Angst vor den Antworten, Angst schon fast vergessene Wunden berühren zu lassen. Vielleicht mache ich mir ja auch nur selber immer
wieder etwas vor, tue so als wenn ich das alles so wegstecken könnte, bin ja schliesslich ein erwachsener Mann, was das auch immer zu bedeuten hat.

Bin oft wirklich hilflos und traurig, ja ein hilfloser Helfer, ein alter Büffel der vielleicht gelernt hat Prügel auszuhalten, ihnen auszuweichen, sich davor zu ducken, Schmerzen zu ertragen. Wo es noch so richtig daneben geht, ist Liebe, Nähe und Wärme auszuhalten und vor allem erst mal annehmen zu können. Und wieder das jahrelang geübte ( Warum?? ) Heute sehe ich dieses Warum schon fast als Antwort und begnüge mich damit. Es tut nach wie vor weh, doch es bringt mich nicht um.
Jedes Lied lässt sich nun mal nicht aussingen.

Vielleicht bekommt ja früher oder später auch für Dich die Liebe ein Gesicht, daß Du berühren, liebkosen und fest halten darfst. Ich wünsche es Dir von ganzem Herzen, denn ich weiß wie kalt es ohne Liebe und Wärme sein kann.

Euch allen gute 24 Stunden.

Hans Alkoholiker heute trocken.
Hans aa-leben
 

Re: Alleinsein

Beitragvon Bianka » 15. Jan 2011, 11:01

Lieber Hans,
einfach ein großes Danke, es tut gut zu wissen, das es Freunde gibt, die mich wieder hoch holen, wenn ich ab und zu am Boden bin.

g24h Bianka-Alkoholikerin
Bianka
 
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