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ich bin Angehörige

Stellt Euch kurz vor...

ich bin Angehörige

Beitragvon Andrea » 9. Aug 2010, 14:28

Hallo zusammen,

ich heiße Andrea, bin 43 Jahre alt, mein Mann ist Alkoholiker.
Wir haben einen gemeinsamen Sohn, der wird diesen Monat 5 J, mein Mann hat noch einen älteren Sohn aus seiner ersten Ehe, der wird im September 9 J. Ich kenne meinen Mann seit April 2004, wir haben 2005 geheiratet. Kurz nach der Geburt unseres Sohnes fingen die Rückfälle meines Mann an und seitdem war er mehrere Male zur Entgiftung und ein Mal zur LZT. Er möchte trocken werden, mir scheint aber, er legt immer nur Trinkpausen ein. Ich gehe seit 1 1/2 Jahren zu Alanon und mein Mann geht seit 2004 zu AA. Wenn er regelmäßig dort hin geht braucht er nicht zu trinken.
Ich freue mich auf einen Austausch mit euch!

LG und g 24 h
Andrea
Man kann vielleicht kein neues Leben beginnen,
aber jeden Morgen einen neuen Tag.
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Re: ich bin Angehörige

Beitragvon Hans aa-leben » 9. Aug 2010, 17:18

Liebe Freundinnen & Freunde.
Hans Alkoholiker heute trocken.

Hallo Andrea.

Er möchte trocken werden, mir scheint aber, er legt immer nur Trinkpausen ein. Ich gehe seit 1 1/2 Jahren zu Alanon und mein Mann geht seit 2004 zu AA. Wenn er regelmäßig dort hin geht braucht er nicht zu trinken.


Ich habe in vielen Jahren immer wieder Frendinnen & Freunde kennen gelernt, die 3 und auch 4 mal in der Woche in ihre Meetings gegangen sind und doch in regelmäßigen Abständen so alle 3 bis 4 Monate wieder zur Flasche gegriffen haben. Es ist nicht die Quantität die mich hat trocken werden und auch bleiben lassen. Was es genau war weiß ich auch heute noch nicht. War es Gnade, war es ein Wunder, oder war es wohl doch der aufrichtige Wunsch mit dem trinken aufzuhören, ein neues trockenes leben zu beginnen.

Ich versuche mal Dir als Betroffener auf Deinen Beitrag zu antworten, löschen kannste ihn ja immer noch.

Alkoholismus ist nun mal eine Familienkrankheit, dass dem Betroffenen schon nach kurzer Zeit, zumindest in den meisten Fällen deutlich wird. Sehr oft schon in den ersten Wochen seiner Trockenheit. Der oder auch die Angehörigen sehen das oft ganz anders und nicht nur in den ersten Wochen, sondern Monate, ja auch Jahre noch. Leider gibt es immer wieder Angehörige die es nie annehemen, verstehen oder begreifen können, all zu oft auch nicht wollen und genau da fängt es dann an problematisch zu werden, für mich den Alkoholiker und auch für den Angehörigen , den Partner, für die Geschwister und auch für die Kinder der Betroffenen.

Meine Frau und ich wir haben uns Monate lang so laut angeschwiegen, dass es weh getan hat. Wir waren Wortlos-Sprachlos, in unserer oft nicht mehr auszuhaltenden selbstgemachten einfach nicht leiser werdenden lauten Stille. Sie fühlte sich als Opfer, sie blieb misstrauisch, ängstlich, lauernd und beobachtend. Vertrauen blieb ein Fremdwort, wie zu der Zeit als als ich noch unzuverlässig, unpünktlich, ja auch noch unehrlich war Ich blieb für sie noch sehr lange der trinkende Partner, der nicht krank ist sondern einfach nur ein Säufer, jemand der nun mal kontroliert werden muss. Mit diesem Verhalten ging sie über Jahre auch noch regelmäßig in die Meetings der Angehörigen zu Alanon

Ich der Betroffene wurde trocken, blieb trocken und versuchte jeden Tag immer wieder neu fähig zu werden, mein Leben zu meistern. Dazu gehörten dann auch meine regelmässigen Gruppenbesuche. Ich wollte in kürzester Zeit wieder akzeptiert, respektiert und vor allem wieder ernst genommen werden. Ich wollte ein Leben zurück haben, dass ich nie kennen gelernt hatte und glaubte auch noch das wäre so mal eben mit links zu schaffen, einfach nicht trinken würde reichen, es reichte hinten und vorne nicht, zumindest bei mir nicht.

Viele Angehörige warten ab, verhalten sich passiv, tuen selber nichts für sich, sondern entwickeln sich zum Aufpasser, zum Beobachter, oft auch leider zu einem nörgelnden schlecht gelaunten Familienmitglied. Ich hätte
schon manchmal aus der Haut fahren können, nun ja eben nur manchmal. Sie sind der festen Überzeugung, dass sie sich richtig verhalten, dass es völlig genügt, wenn der Partner nur nicht wieder trinkt. Etwas sehr wichtiges merken sie bei all ihrer Kontrolle leider oft nicht, dass sie sich von ihrem Partner Stück für Stück entfernen, dass sie noch immer nicht gemerkt haben, wie sie selber schon in einer gefährlichen eigenen Abhängigkeit stecken, die Abhängigkeit von ihrem Partner.

Sie merken bei all ihren Aktivitäten nicht, dass ihre Liebe verhungert, ja dass sie stirbt. Leider gehen Ehen oder Partnerschaften von Alkoholikern sehr oft erst dann in die Brüche, wenn der trinkende Partner schon eine
längere Zeit nicht mehr trinkt.

IHRE LIEBE VERTROCKNET SIE STIRBT !

Es ist nicht entscheidend was geschieht, entscheidend ist, wie ich darauf schaue, wie ich darüber denke und wie ich damit umgehe.

Ich wünsche Dir die Weisheit das eine vom anderen zu unterscheiden. Noch brauchst Du beide Hände für Dich und nur für Dich und gib vor allem Deinem Partner die Chance mal richtig vor die Wand zu knallen, vielleicht wird er dann bereit Hilfe ohne Bedingungen anzunehmen, Bedingungslos.

Euch allen gute 24 Stunden.

Hans Alkoholiker heute trocken
Hans aa-leben
 

Re: ich bin Angehörige

Beitragvon Jutta » 9. Aug 2010, 18:49

Hallo liebe Andrea,

willkommen bei LoA! Ich möchte es etwas anders angehen als der liebe Hans und dich erstmal ankommen lassen. Ich freue mich, dass du uns gefunden hast und wir uns kennenlernen dürfen.

Hier im Forum ist das möglich, aber in unserem Chat ist es viel persönlicher. Ich würde mich freuen dich dort bald begrüßen zu können.

Inhaltlich ist dem was Hans geschrieben hat nicht viel hinzuzufügen, zumindest nicht im Moment. Ich möchte dich auch nicht mit Tipps und Weisheiten erschlagen sondern dich erst finden ;) .


Bis hoffentlich bald


Jutta, Alkoholikerin heute trocken
Jutta
 

Re: ich bin Angehörige

Beitragvon Bianka » 9. Aug 2010, 19:11

Hallo Andrea,

herzlich willkommen im Forum und Chat.

Auch ich würde mich freuen, Dich bald im Chat zu treffen.

Bianka, Alkoholikerin
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Re: ich bin Angehörige

Beitragvon Andrea » 9. Aug 2010, 21:42

"Ich versuche mal Dir als Betroffener auf Deinen Beitrag zu antworten, löschen kannste ihn ja immer noch"

Hallo Hans, ich werde nichts löschen, es sind deine Erfahrungen und ich bin hier, weil ich nicht immer nur mit Angehörigen austauschen möchte. Es ist mir wichtig die Sicht der Betroffenen zu hören/zu lesen...

"aber in unserem Chat ist es viel persönlicher. Ich würde mich freuen dich dort bald begrüßen zu können"

Liebe Jutta, wir haben uns ja vorhin im Chat kennengelernt, ich werde bestimmt diese Woche wieder reinschauen...

"Auch ich würde mich freuen, Dich bald im Chat zu treffen"

Liebe Bianke, ja, darüber würde ich mich auch freuen...

Ich danke euch für die Begrüßung!

LG und g 24 h
wünscht euch Andrea
Man kann vielleicht kein neues Leben beginnen,
aber jeden Morgen einen neuen Tag.
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Re: ich bin Angehörige

Beitragvon Hans aa-leben » 11. Aug 2010, 20:52

Hallo Freundinnen & Freunde.
Hans Alkoholiker heute trocken.

Hallo Andrea.

Mein letzter Beitrag war sicher in einigen Passagen sehr negativ belegt, doch es waren nun mal meine
Erfahrungen aus meiner Saufzeit. Ich durfte aber auch sehr viel positives erleben, seid dem ich immer wieder jeden Tag neu das erste Glas stehen lasse.

Ich erzähle einfach mal ein wenig davon.

Zu Therapien kann ich nichts sagen, weil ich nie eine solche gemacht habe und auch meine Entgiftung habe ich zu Hause gemacht. Zu meiner Zeit gab es leider noch nicht so umfangreiche Hilfsangebote. Ich selber habe ca 25 Jahre gesoffen, bis ich fast dabei drauf gegangen wäre. Als ich dann aufhören konnte und durfte war meine zweite Frau nicht nur ein Wrak, sie war mehr oder weniger ein seelischer Krüppel. durch mich, durch meine Sauferei. Sie hat dann über viele Monate in einer Tagesklinik wieder Mut zum leben gefunden. Ihr damaliger Therapeut hat ihr sofort ohne wenn und aber nicht nur nahegelegt sich sofort von mir zu trennen, er hat es ihr täglich fast befohlen. Seine Begründung war schlicht und einfach,

WER EINMAL EIN ALKOHOLIKER IST DER SÄUFT IMMER WIEDER SO EINER ÄNDERT SICH NIE

Im nächsten Jahr feiern wir so Gott will unseren 43 zigsten Hochzeitstag und ich bete täglich dafür, dass ich mit meiner Frau die ich immer noch von ganzem Herzen liebe gemeinsam Alt werden darf. Das sind meine Erfahrungen was ein Miteinander und Füreinander alles möglich machen können wenn beide Partner es schaffen sich gegenseitig in Liebe Los zu lassen. Diese Erfahrungen habe ich vor vielen Jahren gemacht. Wie geht es mir heute in meiner Partnerschaft, wie sieht heute unser Miteinander und Füreinander aus ?

Hier mal meine Antwort

Mein Danke an Dich.

Wenn Du Distanz wünscht, so will ich sie Dir schenken.
Unsere Interessen müssen nicht immer die gleichen sein.
Du musst nichts Besonderes sein und schon gar nicht werden.
Du bist für mein Glück nicht verantwortlich.
Du brauchst nicht immer das rechte Wort zu wissen.
Ich danke Dir, dass ich mich nicht immer erklären muss.

Ich teile zwischen uns keine Schuld auf und ich vergleiche Dich nicht mit anderen.
Dass Gefühle sich wandeln, ist keine Niederlage aber lass uns auf eines neugierig bleiben:
Auf den Wandel als Teil unseres gemeinsamen Weges.

Ich danke Dir für Deine massvollen Ansprüche und Deinen Verzicht auf stete Befriedigung Deiner Wünsche.
Wir lernen Demut und Freude und erfahren Sicherheit, in dem wir dem Frieden näher kommen und nach
und nach frei von Angst werden. Du und Ich. Ich bin dankbar für das Bisherige, für den doch
vergleichsweise guten Verlauf. Leben in Dualität mit Dir war und ist mein eigener Entschluss.

Diesen Text habe ich meiner Frau zu unserem 42 zigsten Hochzeitstag geschenkt.
Es sollte meine Liebeserkärung und mein Danke für all diese geschenkten Jahre mit ihr sein.

( Ich bin nicht dazu verurteilt, einst Erlebtes ständig zu wiederholen,
sondern ich durfte fähig werden aus Fehlern zu lernen. )

Euch allen gute 24 Stunden.

Hans Alkoholiker heute trocken.
Hans aa-leben
 

Re: ich bin Angehörige

Beitragvon Andrea » 13. Aug 2010, 17:10

Hallo liebe Alle hier...

Danke für deine Antwort, danke, dass du deine Erfahrungen mit mir teilst.
Hans
ich werde mich noch ein wenig hier umschauen, ich habe auch vor mal ins Meeting zu gehen, allerdings kann ich das nur, wenn mein Sohn um 20.00 Uhr bzw. beim ersten Mal um 19.50 Uhr schon schläft. Ich würde schon im Moment lieber hier den Chat, als das Forum nutzen, aber dadurch, dass ich oft abends mit meinem Sohn alleine bin und er jetzt in den Kiga-ferien nicht ganz so früh ins Bett geht, hab ich z. Zt. wenig Zeit und Ruhe dazu!

bis bald
LG und g 24 h
Andrea
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Re: ich bin Angehörige

Beitragvon Gast » 1. Jan 2011, 19:09

Hallo zusammen,

es geht mir gut, ich bin im Moment sehr zufrieden und hatte eine schöne Vorweihnachtszeit und
richtig schöne Weihnachten. Wir haben die letzten beiden Jahre getrennt Weihnachten und Silvester
gefeiert, da mein Mann beide Jahre in der Klinik war (2008 zur LZT und 2009 zur Entgiftung). 2010
konnten wir die Zeit zusammen mit unserem 5jährigen Sohn genießen, wir hatten bzw. haben
glücklicherweise auch letzte und nächste Woche Urlaub.

Ich hoffe, es geht allen gut und bedanke mich für die liebe Mail!

Allen Usern hier wünsche ich
ein frohes neues Jahr. Glück, Zufrieden- und Gesundheit für 2011!

Ich werde sicherlich in diesem Jahr öfter mal in den Chat kommen
und hoffe, ich schaffe es zu einer Uhrzeit, wenn dort was los ist.

LG und g 24 h
Andrea :)
Gast
 

Re: ich bin Angehörige

Beitragvon Gast » 1. Jan 2011, 19:11

mh, warum bin ich Gast?

ich bin DIE Andrea...
Gast
 

Re: ich bin Angehörige

Beitragvon Andrea » 1. Jan 2011, 19:14

hab gar nicht gesehen, dass ich ausgeloggt war, sorry :oops:

LG Andrea
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