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Hilfe

Stellt Euch kurz vor...

Hilfe

Beitragvon Eric » 28. Jul 2010, 12:02

Hi zusammen,

bin mir schon eine ganze Weile klar darüber, dass ich auf einem Vulkan tanze, aber ich schaffe es nicht von dem Vulkan herunterzukommen. Noch ist alles klar, Job, Ehe, Führerschein etc. aber langsam bekomme ich echt Angst. Das mit dem Kontrollverlust trifft voll auf mich zu. Wenn ich erst mal angefangen habe, dann saufe ich weiter und weiter. Bin auch der Suchtverlagerungstyp. Habe vor einiger Zeit mit dem Rauchen aufgehört und seitdem trinke ich noch mehr. Ich glaube ich brauche einfach jemanden, der das anonym mit mir durchzieht. Zuspruch, Verständnis und Ermahnung und dann ist das zu schaffen.
Ich bin 40, Akademiker und habe alles, was man sich im Leben wünschen kann, ..... wäre da nicht dieses kleine Problem, das ich jetzt sofort unter Kontrolle bekommen muss.

Vielleicht findet sich ja hier jemand?
Eric
 

Re: Hilfe

Beitragvon Jutta » 29. Jul 2010, 08:41

Hallo Eric,

bei dir brennt die Luft, aber du weißt es. Das ist schon mal gut. Anonyme Hilfe und Unterstützung, soweit es in uns möglich ist, wirst du hier finden.
Wahrscheinlich wissen eh schon viel mehr Menschen von deinem Problem als du glaubst, die Erfahrung haben wir hier alle gemacht.
So wie du schreibst fehlt dir auch der berühmte Tritt in der Allerwertesten. Komm nur her ;) wir schaffen das schon, GEMEINSAM.

Ich freue mich auf dich!

Wenn es eng wird können wir auch einen Telefon Termin vereinbaren. Schick mir dann einfach eine E Mail ich melde mich. jutta@leben-ohne-alk.org


gute 24 Stunden


Jutta, Alkoholikerin - heute trocken
Jutta
 

Re: Hilfe

Beitragvon Hans aa-leben » 4. Mär 2013, 09:08

Hallo Freundinnen & Freunde

Hallo Eric

Ich glaube ich brauche einfach jemanden, der das anonym mit mir durchzieht. Zuspruch, Verständnis und Ermahnung und dann ist das zu schaffen. Ich bin 40, Akademiker und habe alles, was man sich im Leben wünschen kann, ..... wäre da nicht dieses kleine Problem, das ich jetzt sofort unter Kontrolle bekommen muss.


Einen Tipp, eine hier und jetzt sofort Lösung kann ich Dir nicht anbieten, denn Dein wie Du schreibst kleines Problem ist alles andere nur ist es nicht klein, sondern es bedeutet im Klartext, Leben oder Verrecken. Noch kannst Du alles selber entscheiden, warte nicht bis andere über Dich entscheiden. Alkoholismus ist kein Knochenbruch der durch das eingipsen mehr oder weniger gezwungen wird wieder zusammen zu wachsen und dann vielleicht zu verheilen. Alkoholismus ist eine geistig seelische Krankheit die ich nur dadurch zum Stillstand bringen kann, wenn ich den tödlichen Stoff Alkohol nicht mehr in meinen Körper lasse. Auch ein Forum wie dieses hier kann immer nur begleitend sein, begleitend auf Deinem Weg in Dein neues trockenes Leben. Ob Du nun Anonym oder offen mit dieser tödlichen Krankheit umgehst, das ist völlig sekundär, am Anfang sind leider bei fast jedem der nach Hilfe ruft Schämen und Angst die größten Bremsen, doch auch das änderst sich mit der Zeit und es ist absolut normal

Ich werde mal versuchen etwas von meinen Anfängen zu schreiben auch wenn Du vielleicht eine andere Antwort erwartest. Ich war auch nicht von jetzt auf gleich der trockene Alkoholiker der alle noch so schwierigen Situationen aushalten konnte, mit ihnen umgehen konnte, ja sie annehmen und meistern durfte. Auf meine oft gestellte Frage, warum schaffen es nur wenige, trotz tiefer Traurigkeit und Verzweiflung, trotz körperlichem Verfall, seelischer Schmerzen und grenzenloser Einsamkeit nicht ein neues trockenes Leben zu leben ?,auch nicht mit all ihrem kämpfen & krampfen ? Darauf brauche ich heute keine Antwort mehr, weil sie weder mir noch anderen dazu verhelfen würde, trocken zu werden und es auch zu bleiben.

Die Gnade oder auch das Geschenk einer letzten Chance für ein neues Leben, sind nun mal nicht mit irgendwelchen, beim ersten hinsehen schlüssigen Erklärungen, oder statistisch belegbaren Zahlen nach zu vollziehen, oder zu beweisen. Für mich ist mein Überleben, mein neues Leben ein Geschenk, ja es war und ist geschenkte Gnade, geschenktes Leben, auch wenn ich es sicher wohl nicht verdient hatte oder habe.

Heute muss niemand mehr vor die Wand knallen, es gibt in jedem kleinsten Ort Hilfsangebote, Beratungsstellen, Selbsthilfe-Gruppen und vieles mehr. Jeder kann und darf vom fahrenden Zug abspringen und eventuelle Blessuren verheilen schnell wieder im Gegensatz zu einem tödlichen Aufprall vor die Wand. Solange ich meine Situation egal wie unwürdig und demütigend sie auch oft für mich war noch aushalten konnte und wollte, hatte ich nicht den geringsten Grund, etwas in meinem Leben zu ändern, etwas zu verändern, warum sollte ich auch, meine persönliche Schmerzgrenze war ja noch nicht überschritten? Es lief doch alles noch super gut, Familie, eine respektable Position und auch die Mittel dieses alles zu genießen, ja es oft auch krampfhaft nur fest zu halten.

Ich habe sehr lange geglaubt wenn ich nur nicht trinke dann schaffe ich auch alles andere, egal was auch kommen mag. Das hat bei mir aber erst dann wirklich funktioniert als ich selber angefangen habe mich mal mit meinen so eingebrannten Verhaltensweisen zu beschäftigen und das war Schwerstarbeit. Erst als ich aufgehört habe zu kämpfen, hatte ich die Chance zu gewinnen. Es gibt so viele Gründe alles beim alten zu lassen und nur einen einzigen Grund etwas zu verändern, Du hältst es einfach nicht mehr aus. Doch einen Garantieschein ob ich diesen Zeitpunkt auch erleben würde, gab es auch für mich nicht. So lange Du Deine jetzige Situation noch aushalten kannst oder vielleicht auch noch willst und auf auf eventuelle anonyme für andere unsichtbare Hilfe wartest oder sicher oft erwünschten Zuspruch und Verständnis erhoffst, lässt Du alle Dir gebotenen Chancen für ein neues, ja Dein neues Leben an Dir vorbei gehen.

Sucht macht nicht was Du Dir wünscht oder erhoffst, Sucht macht immer nur das was sie WILL und das macht sie mehr als gründlich. Ich weiß wie weh meine Ausführungen jemandem der noch unsicher ist und vielleicht auch Mutlos oft tun können, doch irgendwann ein seelischer Krüppel zu werden ist bei weitem schmerzhafter und kann Dich früher oder später umbringen. Ein noch trinkender und am ende nur noch saufender Alkoholiker stirbt nicht, er verreckt elendig, einsam und Würdelos.

Nimm Dir wenn Du magst alles aus meinem Beitrag was Du für Dich gebrauchen kannst, den Rest lass einfach liegen. Adressen von Hilfsangeboten wie Selbsthilfegruppen oder Suchtberatungsstellen werden Dir die Freundinnen & Freunde hier sicher mitteilen können. Ich wünsche Dir den Mut und die Kraft, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Euch allen gute 24 Stunden

Hans Alkoholiker heute trocken


Zuletzt als neu markiert von Anonymous am 4. Mär 2013, 09:08.
Hans aa-leben
 


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