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Hallo..

Stellt Euch kurz vor...

Hallo..

Beitragvon Lovelle » 13. Mai 2010, 05:50

...so, jetzt weiß ich garnicht richtig, wie ich anfangen soll/ kann. Ich bin 43 und im sozialen Bereich tätig. In den letzten drei Jahren wurde mein Leben schleichend recht anstrengend. Mobbing im Job,eine belastende, mittlerweile beendete Beziehung, ein unüberlegter Wohnortwechsel, der mich recht isoliert leben lässt, u.a.- .. und dann fingen die Angstgefühle und die Schlaflosigkeit an. Jede Nacht wurde zur Belastung... Irgendwann in den letzten zwei Jahren habe ich gemerkt, wenn ich abends genügend Alkohol trinke, kann ich durchschlafen, wache nicht mit vor Angst rasendem Herzen auf... Noch braucht mein Körper den Alkohol nicht, bislang ist er eine üble Gewohnheit, ein falscher Freund, der mir vorheuchelt, mich zu schützen vor den Alpträumen .. Ich will an dieser Stelle die Notbremse ziehen, bevor sich der Zug beschleunigt und den Abhang hinunter stürzt.

...wohne auf dem Land und bin nicht motorisiert - hier hat es in der unmittelbaren Umgebung keinen Anschluß an öffentliche Verkehrsmittel und bin darauf angewiesen, dass meine Mitbewohnerin und Kollegin mich zur Arbeit hin- und zurückfährt. Werde jedoch glücklicherweise bald hier wegziehen und dann endlich wieder mehr Anschluß ans Leben finden. Jedenfalls möchte ich dann (was jetzt aufgrund der Immobilität nicht möglich ist) eine Therapie in Anspruch nehmen. Hab nämlich das Gefühl, meinem Leben nicht mehr so ganz gewachsen zu sein und alle Lebensfreude verloren zu haben. Ein bißchen fühl ich mich wie ein abgerodeter Acker... der brachliegt... und dass ich jetzt an einem Wendepunkt bin, an dem ich mich für oder gegen mich entscheiden muss. Bin froh, diesen Wendepunkt wahrzunehmen, entscheide mich für mich und hoffe, diese Plattform (über die ich froh bin, sie gefunden zu haben) kann mich dabei unterstützen.

Alles Liebe wünscht: Lovelle
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Re: Hallo..

Beitragvon Jutta » 13. Mai 2010, 10:40

Herzlich Willkommen liebe Lovelle!

Es gibt Zufälle über die man sich freuen kann. Ich bin durch genau so einen Zufall hierher gekommen.
Ich suchte ein Foto für eine Alkohol Collage und bin hier gelandet, was mich noch immer sehr freut.

Hier habe ich Leute gefunden, die wissen wovon ICH rede und die MICH verstehen und so nehmen wie ich bin.

ANDERS seit ich trocken bin.

Ich freue mich auf dich, hier und im Chat.

Bis dahin gute 24 Stunden

Jutta, Alkoholikerin, heute trocken
Jutta
 

Re: Hallo..

Beitragvon Bianka » 13. Mai 2010, 14:23

Hallo, Lovelle!

Herzlich willkommen hier im Forum.

Ich würde mich freuen, Dich auch im Chat herzlich begrüßen zu können.

Gute 24 Stunden und liebe Grüße

Bianka, Alkoholikerin, heute trocken
Bianka
 
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Re: Hallo..

Beitragvon Hans aa-leben » 13. Mai 2010, 17:20

Vorsicht etwas länger als sonst :-))

Hallo Lorvelle.

Erstmal herzlich willkommen.

Oh ja das kenne ich nur allzugut, ich bin auch mal so angefangen. Schämen, Alpträume und Angst haben mich viele Jahre gebremst, ja fast umgebracht. Ich lebte nicht mehr, ich wurde gelebt, gelebt von meiner Sucht, von meiner Gier nach diesem tödlichen Stoff Alkohol. Ich habe den Alkohol eingesetzt um zu ertragen, um auszuhalten, um mich auszuhalten.

Ich möchte Dir mal etwas von mir erzählen, von meinen Anfängen, von meinen Wünschen und Vorstellungen, von meinen Versprechen, von allem und jedem was ich damals so alles ändern und besser machen wollte. Der Satz, Morgen höre ich auf, nun habe ich begriffen, hat mich jahrelang begleitet, nur funktioniert hat er bei mir nie. Bei mir hat es 25 Jahre gedauert bis ich endlich vor die Wand geknallt bin. Ich musste, nein ich wollte bis zum Ende gehen, es war MEIN Weg, mein Weg einmal durch die Hölle und zurück.

Bei mir hat meine Sucht nie das getan was ICH mir gewünscht habe, Sie hat immer nur das mit mir gemacht was SIE wollte. Der Satz ( NIE WIEDER ) stand bei mir sehr lange an erster Stelle. Ich wollte etwas vorzeigen können, es sollte wirklich was einmaliges sein, in der Hoffnung meine Frau würde es auch bemerken. Als ich dann an irgendeinem Montag meinen letzten Flachmann trinken musste, ja trinken MUSSTE, denn es war am Ende nur noch ein müssen, Da war ich wirklich am Ende. Ich konnte mit dem Alkohol nicht mehr leben und ohne ihn schaffte ich es auch nicht. Es war vorbei. Ich war angekommen.

Ich war dann am gleichen Abend zum erstemal in einem AA Meeting. Halb besoffen, gequollene Augen, mir war zum kotzen übel. Nicht dass ich etwas begriffen hatte, nein ich war einfach nur alle, nur noch ein Haufen Nichts. Ich habe nicht gehört was gefragt oder geredet wurde, ich sass nur ängstlich und still auf meinem Stuhl.
Ich habe mich dann zu Hause trocken gezittert, geschwitzt, gekotzt und gebetet. Ich glaubte damals die Hölle kann nicht schlimmer sein. Zu der Zeit ging ich dann dreimal die Woche ins Meeting ich konnte gar nicht anders. Es war wie ein Zwang, es zog mich immer wieder dorthin.

Ich habe lange nicht verstanden warum das so war. Als ich dann nach ca 6 Monaten meinen Namen wieder schreiben konnte, wieder lesen konnte und mein Normalgewicht so einigermassen wieder von grade mal 47 Kg. wieder nach oben ging, da wusste ich, ich habe überlebt, ich durfte weiter Leben. Schämen und Angst waren aber immer noch da. Ich war noch eine lange Zeit der Meinung ich müsste Angst vor dem Alkohol haben, vor ihm weg laufen, mich verstecken, mich vor ihm unsichtbar machen. Ich bin in der ersten Zeit sogar andere Strasssen gegangen um ja nicht mehr an den Kneipen vorbeizukommen, in denen ich gesoffen hatte. Wenn mir Leute begegneten, habe ich nur auf meine Schuhe geschaut, das Schämen war immer noch da.

Einladungen habe ich grundsätzlich abgelehnt und Festlichkeiten waren für mich tabu. Ich habe mich aber überhaupt nicht gut dabei gefühlt, ich war unzufrieden und mürrisch. Ich habe zwar nicht getrunken, aber
trocken war ich mit sicherheit nicht. Es war eine einzige Quälerei. Heute weiß ich, der Alkohol überfällt mich nicht und er überrascht mich auch nicht, es sei denn, ich öffne ihm selber die Türe. Das erste Jahr meiner trockenheit war fast so gemein wie das letzte Jahr Saufen. Es hat wirklich lange gedauert, bis ich lernen, begreifen und erfahren durfte. Ích Hans bin dem Alkohol gegenüber Machtlos. Immer wieder hörte ich den für mich so entscheidenden Satz. Lass das erste Glas stehen ( NUR FÜR HEUTE )

Es war das grosse Geschenk unserer Gemeinschaft AA dieses NUR FÜR HEUTE dass es mir immer wieder möglich gemacht hat, jeden Tag neu das erste Glas stehen zu lassen. Ich schaffe auch heute noch nicht mehr als einen Tag, 24 Stunden, immer ( NUR FÜR HEUTE ) das erste Glas stehen zu lassen. Ich muss es auch nicht, denn das ( NUR FÜR HEUTE ) hat mein damaliges ( NIE WIEDER ) ausser Kraft gesetzt. Als ich aufhören durfte zu kämpfen, hatte ich die Chance zu gewinnen.

Als ich 40 Jahre jung war, habe ich mich wie ein 70 jähriger alter Mann gefühlt. Heute mit meinen fast 74 Lenzen fühle ich mich wie 40. Es ist wohl die Gnade und auch das Wunder unserer großen Gemeinschaft der Anonymen Alkoholiker, dass ich jeden Tag immer wieder neu erleben darf. Dafür mal ein großes Danke allen
Freundinnen & Freunden, die einfach da waren, die mich solange geliebt haben, bis ich mich selber lieben konnte.

Lorelle auch Du schaffst es, doch Du schaffst es nicht allein, lass Dich von all den Freundinnen & Freunden begleiten die auch mal durch die Hölle gegangen sind. Ihnen hat AA nicht die Tore des Himmels geöffnet damit sie hinein kommen, AA hat ihnen die Tore der Hölle geöffnet um ihren Weg ins Leben zu finden. Hier im Chat findest Du jeden Tang Freundinnen & Freunde die Dich verstehen, ja die Dir zuhören können und vor allem auch wollen.

Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens.

Euch allen gute 24 Stunden.

Hans Alkoholiker heute trocken.
Hans aa-leben
 

Re: Hallo..

Beitragvon Jochen » 20. Mai 2010, 09:44

Hallo, liebe Lovelle,

etwas verspätet, aber auch ich möchte Dich ganz herzlich in unserer Gemeinschaft begrüßen.

Ich bin der Jochen, Alkoholiker und etwas über zwei Jahre trocken. Wenn Du magst, kannst Du meine Trinkerlaufbahn in den "Lebensgeschichten" hier im Forum nachlesen. Heute geht es mir einigermaßen gut, die Probleme des täglichen Lebens sind erträglich und vor allem bearbeitbar geworden.

Mein Vorredner, der liebe Hans, hat mir vor rund drei Jahren den Schubs verpasst, zu den Anonymen Alkoholikern zu gehen, allerdings musste ich noch fast ein Jahr weitersaufen, bis es so weit war, dass ich weder mit noch ohne Alkohol leben konnte. Heute gehe ich in Meetings (live und online) und das ist für mich ein unverzichtbarer Bestandteil meines Lebens geworden. Inzwischen fühle ich mich sehr wohl dabei und habe viele echte Freunde gefunden.

Lovelle, schau' auch mal in unseren Chat - leider sind zur Zeit wenig Menschen dort, aber auf der Seite http://www.leben-ohne-alkohol.org/a_site_news.html findest Du Infos, wann wer im Chat Dienst tut.

Alles Gute, und lass Dich anstecken ;)

Jochen, Alkoholiker
Gute Freunde helfen einander.
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