BITTE VERWENDET ZUM SCHREIBEN AB SOFORT DAS NEUE FORUM AUF

http://forum.leben-ohne-alkohol.org

DANKE!


Homepage


Neue Beiträge

Mobile tracking software updates
von: danielaaustine 29. Apr 2014, 18:16 zum letzten Beitrag 29. Apr 2014, 18:16

Cheap Kitchens For Sale London
von: matabezou 26. Sep 2013, 05:10 zum letzten Beitrag 26. Sep 2013, 05:10

Cheap Fitted Kitchens For Sale London
von: ahtelo 26. Sep 2013, 04:24 zum letzten Beitrag 26. Sep 2013, 04:24


Suche

  


Bot Tracker

Bing [Bot]
19. Okt 2018, 10:03
Google [Bot]
19. Okt 2018, 08:27
Yandex [Bot]
19. Okt 2018, 04:05
Exabot [Bot]
18. Okt 2018, 13:36
Baidu [Bot]
12. Sep 2018, 16:54


Kategorien

Kategorie
Probleme, Erfahrungen und Berichte zum Thema Alkohol

Kategorie
Mitarbeit ausdrücklich erwünscht!

Kategorie
Hier gibt es Hinweise zur Bedienung von Forum und Chat »Leben ohne Alkohol«

Kategorie
Allgemeine Informationen zum Forum

Worte die Mut machen...

Probleme, Erfahrungen und Berichte zum Thema Alkohol

Worte die Mut machen...

Beitragvon Jutta » 8. Sep 2011, 13:50

Liebe LoA Freundinnen und Freunde,

ich habe heut in einem der vielen Foren eine Geschichte gefunden die meine sein könnte. ICh stelle sie hier mal ein, weil sie auf weiten Strecken das beschreibt was auch ich denke, fühle und erlebt habe.

Ein erster Teil meiner neuen Geschichte vom eigenen Leben

Nun bin ich schon 2 Jahre lang ohne meinen lebenslangen Begleiter Alkohol ausgekommen und lebe immer noch! Nein! Es ist viel, viel mehr als "nur leben"; denn das könnte ja auch bedeuten, dass ich so gerade mal vor mich hin vegetiere; aber so ist es bei weitem nicht. Ich lebe in vollen Zügen und genieße meine Unabhängigkeit von Tag zu Tag immer mehr.

Ich erinnere mich noch ganz gut an den 14. November 2005, als ich nach eigener Autofahrt mit 1,4 Promille im Blut in der Abteilung Neurologie und Psychiatrie der Klinik aufgenommen wurde. Es sollte nur zur Entgiftung sein, um den Körper endlich mal wieder alkoholfrei zu bekommen. Ich fühlte mich reichlich unwohl in meiner Haut, weil ja um mich herum alle wussten, warum ich da war: Ich hatte es nicht mehr geschafft, alleine mit der Sucht klar zu kommen.
Da half es auch überhaupt nicht, dass einschließlich Ärzteteam alle sehr nett zu mir waren; es war ein beschissenes Gefühl, sich selbst so als Versager zu sehen und auf fremde Hilfe angewiesen zu sein.
Genauso erinnere ich mich aber auch an den Dienstag eine Woche später, als ich mich nach vielen Stunden Schlaf, ein paar hundert Seiten Lesestoff und einem Informationsgespräch mit einem Psychologen der Abteilung entschloss, an die Entgiftungsphase die angebotene 7-wöchige Entwöhnungstherapie anzuschließen. Es war zufällig(?) noch ein Platz in der Gruppe frei. Dass diese Entwöhnung auch über Weihnachten und Silvester gehen würde, spielte bei dem Entschluss schon keine Rolle mehr.
Da wusste ich nämlich schon, dass es nur diese eine Chance für mich geben würde, meine Selbstachtung wiederzufinden und von all dem Mist, den ich meiner Familie in den letzten dreißig Jahren eingebrockt hatte, wenigstens ein bisschen wieder gut zu machen.

Seit ich aus der Therapie im Januar 2006 - 1 Tag nach meinem Geburtstag - wieder in die echte Welt entlassen wurde, sind nun fast 24 Monate vergangen, in denen sich unheimlich viel ereignet hat. Genau betrachtet habe ich mein Leben ganz neu begonnen - entsprechend waren auch meine ersten Gehversuche ganz schön unsicher; vor allem die ersten Begegnungen mit den Menschen, die mich von vorher kannten, waren sehr spannend, und durchaus nicht immer erfreulich.
Aber ich habe es durchgestanden und inzwischen meinen Weg gefunden. So kann ich mich an jedem Tag über viele Dinge freuen, die ich nur deshalb bewusst erleben kann, weil mein Kopf und mein Körper frei von Suchtmitteln und dem Verlangen danach ist.
Es gibt natürlich auch manch negatives Erlebnis; z.B. wenn ich meinen Willen nicht bekomme oder das Geld mal wieder ausgeht. Aber auch Enttäuschungen, Missgeschick oder Streit kann ich durchstehen. Wenn sich dunkle Gedanken bilden, kann ich sie oft aus eigener Kraft vertreiben. Dadurch erspare ich mir und den Menschen um mich herum viel unnötigen Streit und Ärger. Es ist ein ganz anderes Leben geworden - auch für meine Familie, die mich so lange im Suff ertragen musste.

Diese gefühlte neue Kraft und die bisher unbekannte Lebensfreude geben mir genug Motivation, selbst weiter ohne Gifte auszukommen und sogar anderen Menschen mit ähnlichen Problemen Hilfe zu geben, wo immer sie gewünscht wird.
Das neue Leben ist wunderschön und wird hoffentlich noch viele Jahre andauern.
Darum kann ich jedem Zweifler, der oben genannte Gedanken hegt: "Ob das noch lange gut geht?" oder "Säufer bleibt Säufer!" nur empfehlen, aus meinem Leben zu verschwinden und vor der eigenen Tür den Dreck zu fegen.
Aber allen, die noch unsicher sind, kann ich nur sagen: Ein neuer Anfang lohnt sich! und zwar immer!



Schüttet alles weg was noch da ist, schmeißt alle "wenns" und "abers" in die Tonne und beginnt HEUTE


Viel Erfolg

Jutta, Alkoholikerin, heute trocken
Jutta
 

Zurück zu "Zum Thema Alkohol..."

 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron