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Was wir fast (?) alle schon mal gedacht haben

Probleme, Erfahrungen und Berichte zum Thema Alkohol

Was wir fast (?) alle schon mal gedacht haben

Beitragvon Jutta » 15. Mär 2010, 09:19

Auszug aus einer kurzen Lebensgeschichte deren Verlauf so typisch ist


Für mich persönlich ist es ein Wunder, dass ich nicht trinken brauche

Ich hätte mir früher vorstellen können, dass ich mich totsaufe, aber niemals, dass ich jemals keinen Alkohol mehr trinken würde.


Für uns anonyme Alkoholiker gilt aber eins:

Nur für HEUTE lasse ich das erste Glas stehen.

Es wird nicht davon gesprochen, dass ich nie wieder Alkohol trinke, das kann niemand voraussagen, ob ich nicht irgendwann wieder trinke, aber für HEUTE, das ist ein Zeitraum, den ich überschauen kann, da will ich es schaffen trocken zu bleiben, und wenn mir 24 Stunden zu lang sind, dann unterteile ich mein HEUTE in kleinere Schritte.

Und das ist jetzt alles schon über 5 Jahre her.

Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

Gott gebe mir Geduld mit Veränderungen, die ihre Zeit brauchen, und Wertschätzung für alles, was ich habe, Toleranz gegenüber jenen mit anderen Schwierigkeiten und die Kraft, aufzustehen und es wieder zu versuchen, nur für heute.


die ganze Geschichte unter http://www.rainer-fauth.de/seiten/alkoh ... hichte.htm


Wir sind nicht alleine, gute 24 Stunden

Jutta, Alkoholikerin - heute trocken
Jutta
 

Re: Was wir fast (?) alle schon mal gedacht haben

Beitragvon Hans aa-leben » 15. Mär 2010, 15:43

Liebe Freundinnen & Freunde



Liebe Freundinnen & Freunde.
Hans Alkoholiker heute trocken

Es wird nicht davon gesprochen, dass ich nie wieder Alkohol trinke, das kann niemand voraussagen, ob ich nicht irgendwann wieder trinke, aber für HEUTE, das ist ein Zeitraum, den ich überschauen kann, da will ich es schaffen trocken zu bleiben, und wenn mir 24 Stunden zu lang sind, dann unterteile ich mein HEUTE in kleinere Schritte.


Ich möchte mal etwas von mir erzählen, von meinen Anfängen, von meinen Wünschen und Vorstellungen, von meinen Versprechen, von allem und jedem was ich damals so alles ändern und besser machen wollte. Der Satz, Morgen höre ich auf, nun habe ich begriffen, hat mich jahrelang begleitet, nur funktioniert hat er bei mir nie.

Bei mir hat es 25 Jahre gedauert bis ich kapiert und begriffen habe. Ich musste, nein ich wollte bis zum Ende gehen, es war MEIN Weg einmal durch die Hölle und zurück. Bei mir hat meine Sucht nie das getan was ICH mir gewünscht habe, Sie hat immer nur das mit mir gemacht was SIE wollte.

Der Satz ( NIE WIEDER ) stand bei mir sehr lange an erster Stelle. Ich wollte etwas vorzeigen können, es sollte wirklich was einmaliges und entgültiges sein, in der Hoffnung meine Frau würde es auch bemerken. Als ich dann an irgendeinem Montag meinen letzten Flachmann trinken musste, ja trinken musste, denn es war am Ende nur noch ein MÜSSEN, Da war ich wirklich am Ende. Ich konnte mit dem Alkohol nicht mehr leben und ohne ihn schaffte ich es auch nicht mehr. Es war vorbei. Ich war angekommen.

Ich war dann am gleichen Abend zum erstemal in einem AA Meeting. Halb besoffen, gequollene Augen, mir war zum kotzen übel. Nicht, dass ich etwas begriffen hatte, nein ich war einfach nur alle, nur noch ein Haufen Nichts. Ich habe nicht gehört was gefragt oder geredet wurde, ich sass nur ängstlich und still auf meinem Stuhl.
Ich habe mich dann zu Hause trocken gezittert, geschwitzt, gekotzt und gebetet. Ich glaubte damals die Hölle kann nicht schlimmer sein. Zu der Zeit ging ich dreimal die Woche ins Meeting, ich konnte gar nicht anders. Es war wie ein Zwang, es zog mich immer wieder dorthin.

Ich habe lange nicht verstanden warum das so war. Als ich dann nach ca 6 Monaten meinen Namen wieder schreiben konnte und mein Normalgewicht so einigermassen wieder stimmte, da wusste ich, ich habe überlebt, ich darf weiter Leben. Schämen und Angst waren aber immer noch da. Ich war noch eine lange Zeit der Meinung ich müsste Angst vor dem Alkohol haben. Ich müsste vor ihm weg laufen, mich verstecken, mich vor ihm unsichtbar machen. Ich bin in der ersten Zeit sogar andere Straßen gegangen um ja nicht mehr an den Kneipen vorbeizukommen, in denen ich gesoffen hatte. Wenn mir Leute begegneten, habe ich nur auf meine Schuhe geschaut, das Schämen war immer noch da. Ich war ja schließlich noch wer, ich wurde gegrüßt, ich war noch so richtig angesehen in unserer kleinen Stadt.

Einladungen habe ich grundsätzlich abgelehnt und Festlichkeiten waren für mich tabu. Ich habe mich aber überhaupt nicht gut dabei gefühlt, ich war unzufrieden und mürrisch. Ich habe zwar nicht mehr getrunken, aber trocken war ich mit sicherheit nicht. Es war eine einzige Quälerei. Damals wusste ich noch nicht, daß mich der Alkohol nicht überfällt und auch nicht überrascht, wenn ich ihm nicht selber die Türe öffne. Ich war immer mehr alleine, ich hatte mich selber ins Abseits gestellt. Das erste Jahr meiner trockenheit war fast so gemein wie das letzte Jahr meines saufens. Es hat wirklich lange gedauert, bis ich lernen, begreifen und erfahren durfte. Ích Hans bin dem Alkohol gegenüber Machtlos. Es für mich so entscheidenden Satz. Lass das erste Glas stehen ( NUR FÜR HEUTE )

Es war das große Geschenk unserer Gemeinschaft AA das NUR FÜR HEUTE daß es mir immer wieder möglich gemacht hat, jeden Tag neu das erste Glas stehen zu lassen. Ich schaffe auch heute noch nicht mehr als einen Tag, 24 Stunden, ja immer ( NUR FÜR HEUTE ) das erste Glas stehen zu lassen. Ich muss es auch nicht, denn das ( NUR FÜR HEUTE ) hat mein damaliges ( NIE WIEDER ) ausser Kraft gesetzt. Als ich aufhören durfte zu kämpfen, hatte ich die Chance zu gewinnen.

Es ist wohl die Gnade oder auch das Wunder unserer großen Gemeinschaft der Anonymen Alkoholiker, die ich jeden Tag immer´wieder neu erleben darf. Dafür mal ein großes Danke allen Freundinnen & Freunden, die einfach da waren, die mich solange geliebt haben, bis ich mich selber lieben konnte.

AA hat mir nicht die Tore des Himmels geöffnet, um mich herein zu lassen,
AA hat mir die Tore der Hölle geöffnet, um mich haraus zu lassen.

Euch allen gute 24 Stunden.

Hans Alkoholiker heute trocken.
Hans aa-leben
 


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