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„Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum.“

Probleme, Erfahrungen und Berichte zum Thema Alkohol

„Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum.“

Beitragvon Jutta » 7. Feb 2010, 14:06

„Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum.“

So unterschreibe ich alle meine Beiträge und ich lebe es seit längerer Zeit Tag für Tag.

Als Trinkerin und Mensch ohne Selbstwertgefühl, Selbstbewußsein vegetierte ich Tag für Tag vor mich hin.
Ich funktionierte, wie sich das gehört!? ohne eigenen Willen und auch ohne nur einen Gedanken daran zu verschwenden was da falsch läuft in diesem meinen Leben. Funktionierte ich wirklich? War es nicht nur das was andere Menschen als funktionierend ansahen was da mit mir passierte.

Das Wort NEIN gab es in meinem Sprachgebrauch nicht. Dinge die andere Menschen nicht mochten waren tabu, auch wenn sie mir gefielen. Ich lebte für das Glücklichsein der anderen und dafür von ihnen gemocht und anerkannt zu werden auf Teufel komm heraus.
Wofür? Und um welchen Preis?

Ich träumte davon zu sagen: “Nein ich möchte das jetzt nicht tun.“ Oder z.B. “Lieber Freund die Aussage die du getroffen hast finde ich nicht in Ordnung .“ Niemals wären solche Worte über meine Lippen gekommen. Lieber nahm ich innerlich weinend den Weg des Ja Sagens und des Erledigens einer Sache die ich nicht wollte in Kauf bevor ein anderer mich nicht mochte. Das Unwohlsein und die Traurigkeit dabei waren ja in den Griff zu bekommen. Mit der Medizin die ich mir selber verordnet hatte. Mal war es Bier, mal Wein, mal Prosecco. Erst war es wenig, dann wurde es mehr, es wurde viel, es war nicht mehr zu übersehen wie viel es war. Totale Kontrollverluste auf vielen Gebieten.

Kontrolle über Gefühle. Ausbrüche in jede Richtung waren betrunken angesagt. All das was ich immer in mich hineinfraß brach dann aus mir heraus. Ich hasste mich dann dafür am nächsten Tag und trank wieder. Nur dieser Traum blieb immer. Einklang zu finden, den Mut mein Leben von vorne zu beginnen mit anderen Spielregeln die gemeinschaftlich gemacht werden und nicht mir von der Gemeinschaft aufgezwungen werden. Aber es dauerte lange und ich träumte lange trinkend weiter bis Tag X die Wende brachte.
Alle Widrigkeiten und rücksichtnehmenden Überlegungen über den Haufen werfend ging ich den ersten Schritt auf meinem Weg in Richtung Traumerfüllung.

Leben statt vegetieren.

Heute fast 17 Monate später gehe ich diesen neuen Weg glücklich weiter, auch wenn das bedeutet manchmal nicht so gemocht zu werden, weil das ein oder andere Nein diesen Weg begleitet oder aber ich Dinge tue die ich möchte auch wenn sie Mitmenschen gerade nicht gefallen. Aber dafür respektiert. Nicht mehr als saufendes „ Etwas“ belächelt und bedauert.

Wichtig sind mir Ehrlichkeit, Geduld, neidlose Anerkennung erbrachter Leistungen und respektvoller Umgang im täglichen Miteinander, da das nicht einhalten dieser Grundwerte andere Mitmenschen in genau diese Krisen stürzen kann die ich hinter mir habe!

Mit dem Neid anderer oder sinnlosen Vorwürfen gehe ich eher wohlwollend um und bitte um das Überdenken des Gesagten. Aber irgendwann ist Schluss und Ende. Dann trennen sich eben gemeinsame Wege die zu schmal geworden sind. Bislang hatte ich das Glück das eine solche Trennung noch nie nötig war, aber sollte dieser Fall eintreten wird das so passieren. Einfach nur aus Respekt vor mir selber.

Jutta, Alkoholikerin, glücklich trocken zu sein
Jutta
 

Re: „Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum.“

Beitragvon Jochen » 12. Feb 2010, 10:47

"Lebe Deinen Traum"

Liebe Jutta, liebe Freundinnen und Freunde.

Das ist genau das, was mich seit etwa einem Jahr beschäftigt. Mir wird immer klarer, dass ich einen Weg gehen muss, der zu mir passt, der mir gefällt, bei dem sich Spaß, Freude und Zufriedenheit einstellt.

Nun, es gibt das sogenannte "Berufsleben" und das "Privatleben". Früher waren das für mich zwei Paar Stiefel. Es funktioniert aber so nicht mehr.

In der Schule lasen wir Wolfgang Borcherts "Chemiker" und das was darin beschrieben ist, klappt einfach nicht.

"Der Mann mit dem weißen Kittel schrieb Zahlen auf das Papier. Er machte ganz kleine zarte Buchstaben dazu. Dann zog er den weißen Kittel aus und pflegte eine Stunde lang die Blumen auf der Fensterbank. Als er sah, daß eine Blume eingegangen war, wurde er sehr traurig und weinte. Und auf dem Papier standen Zahlen. Danach konnte man mit einem halben Gramm in zwei Stunden tausend Menschen totmachen. Die Sonne schien auf die Blumen. Und auf das Papier."

Ich kann nicht in solcher Zwiespältigkeit leben. Ok, die Geschichte ist sehr prägnant, aber in der Vergangenheit kam ich mir schon so vor, als wenn ich abends meinen Arbeitskittel ausziehe und dann mein zweites ich zu leben beginnt.

Das aber schafft Unzufriedenheit und war vermutlich eine (Teil-)Ursache für das Trinken. Ich kann es noch nicht ganz umsetzen, dieses Zusammenführen der beiden Ichs, aber ich weiß, dass es sein muss.

Noch ein Wort zur Kontrolle:
Ich habe für mich festgestellt, dass jegliche Kontrolle über etwas zu Verkrampfung und letztlich Scheitern führt. Wozu auch etwas kontrollieren? Jede Kontrolle setzt voraus, dass es etwas zu kontrollieren gibt - und wenn das der Fall ist, dann ist etwas faul an der Sache. Es hat dann immer mit Unfreiheit zu tun.

Ein Kontrollverlust kann logischerweise nur dann auftreten, wenn es vorher Kontrolle gab. In Bezug auf den Alkohol hätte ich diesen also vorher kontrolliert. Und genau das funktioniert ja eben nicht, das "kontrollierte Trinken". Also gibt es auch keinen Kontrollverlust, zumindest was das Alkoholproblem angeht. Es wäre meiner Meinung nach ehrlicher, von Absturz oder Sinnesverlust zu sprechen.

Einen schönen Tag wünscht Euch der Jochen, Alkoholiker.
Gute Freunde helfen einander.
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Re: „Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum.“

Beitragvon Hans aa-leben » 12. Feb 2010, 17:58

Liebe Freundinnen & Freunde
Hans Alkoholiker heute trocken

Kontrolle, Kontrolieren, was bitte ?

Ich wollte kontrolieren, mein trinken kontrollieren, aber nicht weil ich wirklich weniger trinken wollte. Meine Gründe waren sehr viel einfacher und simpeler. Ich wollte nicht mehr so oft negativ auffallen, wollte mein Gesicht nicht verlieren und vor allem wollte ich die Folgen meines trinkens klein und für mich überschaubar halten. Ich hatte bei all meinen Bemühungen aber wohl mit Zitronen gehandelt, nichts hat funktioniert, kein einteilen, kein krampfhaftes Verzichten, nichts einfach nichts. Ich hatte meine unsichtbare Linie vom trinken wollen zum trinken müssen überschritten. Ich konnte nicht mehr trinken ich konnte nur noch SAUFEN. Mit kontrolieren war da nichts mehr

Für mich war da schon ein Glas zuviel und 100 Gläser wären zu wenig gewesen. Ich konnte mit dem Alkohol, mit dem von mir selber ausgesuchten Suchtmittel nicht mehr umgehen. Ich war SÜCHTIG, ich war
unwiederruflich ALKOHOLIKER: Als ich mir Gedanken darüber gemacht habe ob es möglich sein könnte Alkohol kontrolliert zu trinken, da wurde ich schon längst kontrolliert, kontrolliert von meiner tödlichen Sucht, von meiner Gier, von meiner Maßlosigkeit auf allen Gebieten. Leider hat es bei mir fast 25 Jahre gedauert, bis ich den Weg aus der Hölle finden durfte und ihn auch gehen konnte.

Heute gehe ich jeden Tag wieder neu auf diesem Weg in mein neues trockenes Leben und viele Freundinnen & Freunde begleiten mich dabei. Der Alkohol überfällt mich nicht und er überrascht mich auch nicht, es sei denn, ich öffne ihm selber die Türe.

Wenn ich meine Träume verwirklichen will, dann sollte ich erst mal aufwachen.

Euch allen gute 24 Stunden

Hans Alkoholiker heute trocken
Hans aa-leben
 


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