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Therapie

Probleme, Erfahrungen und Berichte zum Thema Alkohol

Therapie

Beitragvon Jochen » 16. Nov 2010, 13:15

Liebe Freunde,

eine "offizielle" Therapie habe ich nie gemacht. Was ich so sehe und höre, dauern diese oft lang und binden den Therapeuten stark an den zu therapierenden Menschen. Manch einer ist begeistert oder zumindest zufrieden damit, andere sind es weniger... Es scheint mir ein wenig Glücksache zu sein, ob eine Therapie erfolgreich ist - oder nicht.

Ich lese zur Zeit das Buch von Rolf Degen "Lexikon der Psycho-Irrtümer". DIE Therapie scheint es nicht zu geben. Nicht alles, was ich da lese, kann ich nachvollziehen, eines jedoch schon: Im Schnitt sind Therapien wohl weder positiv noch negativ für den "Kranken". Es kann gut für mich sein, eine Therapie zu machen, es kann mir aber auch schaden. Jeder Therapeut kocht sein eigenes Süppchen. So richtig schwierig wird es, wenn jemand zwangs-therapiert wird - das kann ich gut nachvollziehen.

Wenn ich mir heute vorstelle, eine Therapie zu machen (oder an mir durchführen zu lassen?), dann habe ich bereits vor dem Beginn ein Problem: Komme ich mit dem/den Menschen klar, die mir helfen wollen? Und wenn ja, wird das Ganze zu eine "Dauereinrichtung"? Also so, wie wenn ich gegen körperliche Krankheiten dauerhaft Medizin einnehmen muss?

Während meiner Schulzeit gab es Lehrerinnen und Lehrer, die mir etwas beibringen konnten, während andere das nicht hinbekamen, oder gar dem Lernen -meinem Lernen- abträglich waren. Aus heutiger Sicht lag das meist nicht am Lernstoff, sondern an den Methoden der Vermittlung oder gar an der (für mich) unangenehmen Persönlichkeit. Ich stelle mir vor, dass ich in einer Therapie ebenfalls etwas lernen soll(te). Zum Beispiel wie ich im "richtigen Leben" ohne Alkohol auskomme. Ich kann mir schon vorstellen, dass es Nicht-Alkoholiker gibt, die so etwas leisten können. Ich befürchte jedoch, dass es die Ausnahme sein wird. Meine Erfahrung ist, dass die meisten Nicht-Alkoholiker nur sehr unscharf erkennen, wie es IN einem Alkoholiker aussieht. Ob das bei "echten" Therapeuten auch so ist, weiß ich nicht; die Erfahrung eines Trinkerdaseins haben sie sicher nicht.

Dr. Walther H. Lechler schreibt im Vorwort seines Buches "Alkoholismus - Eine Krankheit":

»Die bald siebzigjährige Erfahrung der so genannten Anonymen Alkoholiker könnte die gesamte Psychiatrie, Psychotherapie und Psychoanalyse total revolutionieren.«

Ich wünsche Euch eine schöne Woche!
Jochen, Alkoholiker
Gute Freunde helfen einander.
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Re: Therapie

Beitragvon Hans aa-leben » 16. Nov 2010, 17:17

Liebe Freundinnen & Freunde.

Ich möchte zu dem Thema Therapeuten von meinem Erleben, von meinen Erfahrungen etwas schreiben.

Zu einer eigenen Therapie kann ich nichts sagen, weil ich nie eine solche gemacht habe und auch meine Entgiftung habe ich zu Hause gemacht. Zu meiner Zeit, als ich aufhören durfte zu Saufen, gab es leider noch nicht so umfangreiche Hilfsangebote.

Ich selber habe ca 25 Jahre gesoffen, bis ich fast dabei drauf gegangen wäre. Als es ich dann aufhören konnte
und durfte war meine Frau nicht nur fast ein körperliches ein Wrak, sie war mehr oder weniger ein seelischer Krüppel. durch mich, durch meine Sauferei. Sie hat dann über einen sehr langen Zeitraum in einer Tagesklinik
wieder Mut zum leben gefunden. Ihr damaliger Therapeut hat ihr sofort ohne wenn und aber nahegelegt sich sofort von mir zu trennen, er hat es ihr täglich fast befohlen. Seine Begründung war schlicht und einfach, EINMAL ALKOHOLIKER IMMER ALKOHOLIKER. Der Kerl ändert sich nie, der wird immer wieder Saufen.
Im nächsten Jahr feiern wir so Gott will unseren 43 zigsten Hochzeitstag und ich bete täglich dafür, dass ich mit meiner Frau die ich immer noch von ganzem Herzen liebe Alt werden darf.

Das sind meine Erfahrungen mit einem Therapeut. Diese Erfahrungen habe ich vor fast 31 Jahren mit einem Therapeuten gemacht.

Mein Danke an meine Frau zu unserem 40 jährigen Hochzeitstag.

Wenn Du Distanz wünscht, so will ich sie Dir schenken.
Unsere Interessen müssen nicht immer die gleichen sein.
Du musst nichts Besonderes sein und schon gar nicht werden.
Du bist für mein Glück nicht verantwortlich.
Du brauchst nicht immer das rechte Wort zu wissen.
Ich danke Dir, dass ich mich nicht immer erklären muss.

Ich teile zwischen uns keine Schuld auf,
Und ich vergleiche Dich nicht mit anderen.
Dass Gefühle sich wandeln, ist keine Niederlage.
Aber lass uns auf eines neugierig bleiben:
Auf den Wandel als Teil unseres gemeinsamen Weges.

Ich danke Dir für Deine massvollen Ansprüche und Deinen Verzicht auf stete Befriedigung.
Wir lernen Demut und Freude und erfahren Sicherheit,´indem wir dem Frieden näher kommen und
nach und nach frei von Angst werden. Du und Ich.

Ich bin dankbar für das Bisherige, für den doch vergleichsweise guten Verlauf. Leben in Dualität mit Dir war und ist mein eigener Entschluss.

Diesen Text habe ich meiner Frau zu unserem 40 jährigen Hochzeitstag geschenkt. Es sollte meine Liebeserkärung und mein Danke für all diese geschenkten Jahre mit ihr sein.

Euch allen gute 24 Stunden.

Hans Alkoholiker heute trocken.
Hans aa-leben
 

Re: Therapie

Beitragvon Bianka » 17. Nov 2010, 08:16

Hallo Freunde,

ich habe 1 LZT und etliche Therapien bei Suchtberatungsstellen gemacht. Meiner Meinung nach war es sinnlos. Ob das nun an dem jeweiligen Therapeuten lag oder an mir, kann ich nicht sagen, aber ich denke schon, ich war im Kopf noch nicht soweit, das ich wirklich aufhören wollte.Ich glaube aber auch nicht, das es nur an mir lag.
Bei der LZT, die 4 Monate dauerte, habe ich ungelogen EIN Einzelgespräch gehabt. Das dauerte 2 Stunden und ging um meine Kindheit.Das wars! Ansonsten JEDEN Tag Therapiestunde, wo nur darüber gesprochen wurde, was wir im Suff so alles angestellt haben. Es hing mir aus den Ohren, meinen Appetit auf Alk hat es mir aber nicht genommen. Ich war der glücklichste Mensch, als der Spuk vorrüber war.

Auch meine ambulanten Therapien verliefen nicht viel anders.Wenn da so ein junges Mädchen sitzt, grade frisch von der Schule und will mir erzählen, wie ich ohne Alkohol leben kann, dann greife ich mir an den Kopf. Und das war ja kein Ausnahmefall. Fast alle Therapeuten, mit denen ich zu tun hatte, kannten die Probleme eines Säufers NICHT im geringsten, es wurde nur weiter gegeben, was sie auf der Schulbank gelernt haben.
Z.B. hatte ich mal eine Therapeutin, die sagte mir während einer Sitzung etwa 10mal : Und die Flasche bleibt zu!
Es kam dann soweit, das ich gelacht habe, aufgestanden, gegangen und den nächsten Therapeuten gesucht habe.
Wenn ich es nicht selber erlebt hätte, würde ich es vielleicht gar nicht glauben. Dort trifft der Satz zu: " Denn sie wissen nicht, was sie reden"

Wenn ich jetzt jemanden beleidigt haben sollte, tut es mir leid. Das sind meine Erfahrungen, die ich über viele Jahre machen mußte.
Alkoholiker können NUR von Alkoholikern therapiert werden, das ist nun mal so, oder die Therapeuten saufen mal selber, damit sie wissen, wie es im Kopf eines Alkis überhaupt zugeht.

Gute 24 Stunden
Bianka-Alkoholikerin, seit fast 1 1/2 Jhren trocken durch die Hilfe anderer Alkoholiker
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Re: Therapie

Beitragvon Jutta » 18. Nov 2010, 20:06

Liebe Freunde,

mit viel Interesse habe ich jede eurer Meinungen zum Thema Therapie gelesen. Was mich traurig macht sind die durchgängig schlechten Erfahrungen. Ich kann sie garnicht verstehn. Es geht doch in der Therapie nicht darum zu "erlernen" wie ich es schaffe die Flasche zu zu lassen. Es geht doch vielmehr darum zu erarbeiten warum ich sie immer öffnete. Die ganze Palette von Dingen die ich tat oder auch nicht in meinem täglichen Leben, welches ja nicht immer von Alkohol geprägt und dennoch unglücklich war. Wozu brauche ich dazu unbedingt jemanden der getrunken hat, das schafft doch auch ein Nicht Alki.
Zu Verstehen was ich trinkend durchlitten habe, dafür eignet sich dann wiederum der Alki am Besten, Ohne Frage. Also, was tun?

EIne gesunde Kombi, von Beginn an als Familien- und Paartherapie angelegte Therapie und Freunde die einen verstehen, dann klappt es auch mit dem Stehenlassen der ach so verteufelten Flaschen. :D


Bis bald eure


Jutta


ps. sorry für alle Fehler bin noch einarmig und müde ;) ;)
Jutta
 

Re: Therapie

Beitragvon Jochen » 22. Nov 2010, 19:04

Hallo Jutta,

Tatsache ist für mich, DASS ich die Flasche öffnete. Und es beißt die Maus keinen Faden ab, dass ICH sie öffnete. Die ganzen "Gründe", die ich dafür gefunden hatte kann ich gar nicht aufzählen. Wichtig ist doch, dass all diese sogenannten Gründe gar keine waren, denn ICH habe irgendetwas so um-interpretiert, dass daraus mein Griff zur Flasche wurde.

HEUTE kann ich entscheiden, was HEUTE passieren soll... wo ich HEUTE hin will. Die Vergangenheit ist für mich ausschließlich dazu da, etwas zu erkennen, was ich besser machen kann. Da nutzt es mir gar nichts, wenn ich nun weiß, dass z.B. meine Eltern Erziehungsfehler machten, oder dass meine Arbeitskollegen mich schlecht behandelten. Es ist sogar gefährlich, mich darin zu vertiefen, denn schon hätte ich wieder (Pseudo-)Gründe gefunden. Außerdem klaut es mir Zeit, mich um das zu kümmern, was ich heute tun kann.

Auch der "teuflische" Alkohol kann nichts dafür, dass ich ihn missbrauchte. Menschen, die mir ihre Erfahrungen mitteilen, wie sie TROCKEN wurden (und bleiben) - das sind für mich Hinweise, wie es funktioniert. Selbstverständlich kann ich auch von Menschen lernen, die keine Alkoholiker sind. Gerade Dr. Lechler ist ein tolles Beispiel dafür.

Alles Gute wünscht (((Dir))) und (((allen Freunden))) der Jochen, Alkoholiker
Gute Freunde helfen einander.
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