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Suchtgedächtnis

Probleme, Erfahrungen und Berichte zum Thema Alkohol

Suchtgedächtnis

Beitragvon Jutta » 23. Aug 2010, 19:47

Was ist ein Suchtgedächtnis?


Liebe Freunde,

bei unserem gestrigen Meeting kamen wir auf das Suchtgedächtnis zu sprechen. Ich bin der Meinung das viel zu wenig über seine Bedeutung bekannt ist und habe darum mal zwei Infobeiträge eingestellt.

Vielleicht kann dieses Thema mal ein Topic werden?

Die Ursachen für Abhängigkeit sind bei den meisten Suchtformen weitgehend vergleichbar, egal ob Nikotin, Alkohol oder auch Heroin. Diese Drogen werden in der Regel in bestimmten Situationen konsumiert, zum Beispiel bei Stress oder während einer Feier. Doch die Droge, die anfangs angenehm berauscht, kann schnell zu einem ernsten Problem werden. Belohnungen und ihre Auslöser speichert unser Gehirn sofort. Das Gehirn lernt, "Trinken" mit dem Erlebnis "gutes Gefühl" zu verbinden. Das geschieht über eine Reihe biochemischer Prozesse, die den Weg in den totalen Kontrollverlust fördern.

Durch den Alkohol kommt es im Gehirn zu einem Dopamin-Kick, der das Lustzentrum anheizt. Auf Dauer verändert dieser Reiz die Gehirnstruktur. Es entstehen mehr Nervenzellen, die auf Alkohol ansprechen. Denn je mehr Nervenenden bereitgehalten werden, an denen die Alkoholmoleküle andocken können, umso besser wird das positive Gefühl verwertet. Es bildet sich ein Suchtgedächtnis.

Jetzt reicht schon ein kleiner Anstoß und der Wunsch nach dem "guten Gefühl" wird übermächtig. Der Griff nach der Droge ist im Nervennetzwerk festgelegt, das panisch reagiert und heftig rebelliert, wenn es nicht bekommt, worauf es nun programmiert ist: Der Körper zeigt Entzugserscheinungen. Diese Veränderung im Gehirn scheint sehr stabil zu sein und bildet sich bei Abstinenz nur sehr langsam wieder zurück. Es ist noch unklar, ob das Gehirn jemals wieder seinen alten Zustand erreicht. Forscher suchen nach Wegen, dieses Suchtgedächtnis wieder zu löschen. Bei heroinabhängigen Ratten ist dies in Versuchen bereits gelungen.
Quelle http://www.planet-wissen.de

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Neuere Ergebnisse der Hirnforschung belegen nämlich, dass Alkohol im Gehirn unterschiedlich "ankert" und auf eine Vielzahl von Botenstoffen - Glutamat, Dopamin oder GABA - verschieden wirkt. Das Gehirn stellt sich mit der Zeit auf den Alkohol ein und reagiert auf den Entzug "panisch". Selbst wenn der Süchtige entwöhnt ist, hat das Gehirn die Bilder von Situationen, die mit dem Trinken zu tun haben, in seinem "Suchtgedächtnis" gespeichert und aktiviert sie bei entsprechenden Gelegenheiten. Eine Schlüsselsituation, beschreibt Andreas Heinz dieses Drama, "setzt einen Schlüsselmechanismus in Gang und führt dazu, dass der abhängige Patient die Kontrolle verliert".

Nachweisbar ist der Zusammenhang zwischen "Suchtgedächtnis" und dem Rückfallrisiko mit neuen bildgebenden Verfahren. "Es ist also interessant, was passiert, wenn jemand zum Beispiel nach dem Fußballländerspiel einen Bergsee sieht, vor dem sich ein Bierglas dreht", so Heinz. Möglicherweise werden dann die Basalganglien im Gehirn, die für die automatischen Handlungen zuständig sind, so aktiviert, dass er - ohne sich viel dabei zu denken- zu trinken anfängt. Es geht also darum, Situationen zu erkennen, die zum Rückfall führen könnten, und die Patienten entsprechend zu konditionieren.

Um diesen therapeutischen Prozess zu unterstützen, werden gezielt Medikamente wie Acamprosat und Naltrexon eingesetzt. Acamprosat dämpft die Übererregung, die durch Glutamat ausgelöst wird, Naltrexon blockiert die Rezeptoren für Alkohol. Die Frage ist allerdings, welches Mittel bei wem am besten wirkt, "Acamprosat scheint eher den Stresstrinker anzusprechen, Naltrexon den Genusstrinker, aber so genau weiß man das nicht,", bemerkt Heinz, der die Nebenwirkungen der Medikamente relativ gering einschätzt. Rita Wessels beurteilt den additiven Einsatz von Medikamenten skeptischer: Weil alkoholabhängige Frauen ohnehin oft mit Medikamenten Probleme haben, sei die Gefahr, Frauen einer zusätzlichen Abhängigkeit auszusetzen, sehr groß. Die Hirnforscher ihrerseits halten es für möglich, dass Suchtkranken irgendwann ein Chip in den Kopf gepflanzt wird, der die Lust auf ein Glas Wein oder eine Zigarette sozusagen per Knopfdruck dämpft.

Gerade weil das Suchtgedächtnis die Erinnerung an Alkohol aufrechterhält, ist das sogenannte "kontrollierte Trinken" als Therapieziel ein Vabanque-Spiel. Von den zehn Prozent, die nach der Entgiftung ihren Alkoholkonsum in einem risikoarmen Bereich halten wollen, sind ein Drittel auf dem Weg in die Abstinenz, ein Drittel steuert in den Rückfall und nur ein Drittel schafft es langfristig. Doch der Glaubenskrieg, der einmal um das kontrollierte Trinken geführt wurde, ist offenbar einer realistischeren Betrachtungsweise gewichen.

Wer "auf der Kippe" steht, "nur" zu viel trinkt und noch keine körperlichen Abhängigkeitsmerkmale aufweist, hat im Rahmen bestimmter Programme also durchaus Chancen, seinen Alkoholkonsum unter Kontrolle zu bekommen. Zwar ist bei vielen Therapien Abstinenz das Ziel, doch es gibt auch Betroffene, die es schaffen, ihre Trinkgewohnheiten langfristig auf ein gesundheitsverträgliches Maß zu reduzieren. "Abstinenz", so meint Heinz, sei "auf jeden Fall viel sicherer." Und er tröstet diejenigen, die es nicht für immer schaffen: "Schon nach einer dreimonatigen Abstinenzphase erholt sich das Gehirn. Es lohnt sich also, auch mal nur eine Phase der Abstinenz einzulegen."
Quelle http://www.freitag.de



Allen gute 24 Stunden

eure Jutta, Alkoholikerin heute trocken
Jutta
 

Re: Suchtgedächtnis

Beitragvon Bianka » 24. Aug 2010, 05:25

Liebe Jutta, liebe Freunde,

es mag vieles stimmen, was in den Beiträgen steht, aber das ist mir ZU wissenschaftlich.
Ein Alkoholiker wäre nicht mehr in der Lage, seine Behausung zu verlassen, weil es ja sein " Suchtgedächtnis" anregt. Ich werde fast überall mit Alk konfrontiert, sei es ein Alki auf einer Bank, sei es im Laden, im Cafe, wo auch immer.Ich kann von mir sagen, das mich das überhaupt nicht anregt.
Demzufolge kann ich mit Suchtgedächtnis nichts anfangen. Ich sehe es als EINEN Grund, wieder mit Trinken anzufangen. Die " Gründe" sind ja so gut, um meinen Rückfall zu erklären.
Ich werde dieses Thema mal in f2f ansprechen. Da sind etliche " alte Hasen", mal sehen, wie deren Meinung dazu ist.

Du schreibst:
"doch es gibt auch Betroffene, die es schaffen, ihre Trinkgewohnheiten langfristig auf ein gesundheitsverträgliches Maß zu reduzieren. "

Das ist für mich das gleiche wie kontrolliertes Trinken.Mir ist nicht ein einziger Fall bekannt, wo das geklappt hätte, das klappt vielleicht wissenschaftlich, aber nicht im realen Leben.
Wenn ein Alkoholiker daran glaubt, gibt es nur einen Weg: Er soll es versuchen, trotz besserem Wissens!

Gute 24 Stunden

Bianka-Alkoholikerin
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Re: Suchtgedächtnis

Beitragvon Jochen » 24. Aug 2010, 08:34

Jutta hat geschrieben:Das Gehirn lernt, "Trinken" mit dem Erlebnis "gutes Gefühl" zu verbinden


Wenn ich meinem Hund beibringe, dass er ein Leckerli bekommt, wenn er ein Kommando brav ausführt, dann kann ich das bestätigen: das funktioniert (meistens :D ). Menschen haben aber einige Freiheitsgrade mehr. Dass Menschen vom Anblick eines Glases Sekt oder eines biertrinkenden Restaurantbesuchers rückfällig werden, ist Schreibtischtheorie.

Wenn ich persönlich etwas mit "Trinken" assoziiere, dann sind das (fast) ausnahmslos "schlechte Gefühle". Insofern müsste der Biertrinker mich anekeln. Tut er aber nicht.

Dass Menschen ein Gedächtnis besitzen, kann wohl niemand abstreiten; das Spezialgedächtnis für Süchte erschließt sich mir auch durch die biochemischen Vorgänge im Gehirn nicht.

Herzliche Grüße und gute 24 Stunden wünscht Euch der Jochen, Alkoholiker
Gute Freunde helfen einander.
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Re: Suchtgedächtnis

Beitragvon Jochen » 24. Aug 2010, 11:22

Jutta hat geschrieben:Schon nach einer dreimonatigen Abstinenzphase erholt sich das Gehirn. Es lohnt sich also, auch mal nur eine Phase der Abstinenz einzulegen.


Wem es genügt, ein solch eingeschränktes Leben zu führen, möge es tun. Zu bedenken gebe ich jedoch, dass jede Rückkehr ins nasse Leben die letzte sein kann.

Jochen, Alkoholiker
Gute Freunde helfen einander.
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Re: Suchtgedächtnis

Beitragvon Biene » 24. Aug 2010, 16:51

Hallo Freunde!
Ich kann mein Suchtgedächtnis zum Stillstand bringen wenn ich was für mich mache. Aber das es ein Engelchen auf der einen Schulter und ein Teufelchen auf der anderen Schulter gibt weiß ich aus Erfahrung-denn beim Rauchen durfte ich einen Rückfall bauen .Beim Saufen war mein Faß leer .Aber as meiner Erfahrung herraus bin ich so das ich gut auf mich aufpasse und gehe kein Risiko ein.Mein Suchtgedächtnis meldet sich auch nur noch selten aber ich werde nicht leichtsinnig. Ein Ding kommt dann in den Kopf "es war ja nicht nur alles schlecht"-wenn dieses Teufelchen kommt heißt es für mich Sabine pass gut auf Dich auf.Ich höre auch im f2f zu oft von Rückfällen nach Jahren und dies möchte ich mir ersparen.
Dafür brauch ich klare Worte und nix wissenschaftliches.
Gute 24 Std. Sabine
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