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Herr Sauf macht Druck

Probleme, Erfahrungen und Berichte zum Thema Alkohol

Herr Sauf macht Druck

Beitragvon Jochen » 29. Jan 2010, 14:30

Was ist das denn eigentlich, Saufdruck? Wer macht mir diesen Druck?

Solange ich trocken sein durfte, begegnete mir die Frage "Wie gehe ich mit Saufdruck um?".

Saufdruck führt zum Rückfall. Also meinte ich zu Anfang, ich müsse den Saufdruck unterdrücken, zum Beispiel durch Ablenkung oder Verdrängen von real vorhandenen Lebensabschnitten wie meine Trinkerkarriere. Das klappte auch eine ganze Weile, jedenfalls bis zu dem Punkt, wo ich merkte, dass ich wieder trinken wollte. Das Unterdrücken konnte nicht gut gehen. Auch in anderen Bereichen, wie dem Berufsleben, ging das auf Dauer nicht gut. Auf die Frage, wer mir denn eigentlich den Druck zum Saufen macht, war ich ratlos. Kann man sich selber Druck machen? Das geht doch gar nicht! Ich kann einem anderen Druck machen, oder ein anderer mir - aber ich mir selbst? Das ist Blödsinn, das gibt es nicht. Wenn mein Chef mir Druck macht, dann kann ich diesen Druck aufnehmen und glaube vielleicht nach einiger Zeit, dass ich ihn mir selbst mache.

Also bleibt nur der Alkohol selbst als Druckmacher übrig. Aber auch das geht nicht - wie soll denn eine tote Substanz Druck machen? Das scheint mir noch blödsinniger.

Im Laufe des vergangenen Jahres kam ich dahinter, dass es Saufdruck gar nicht gibt. Irgendwann wollte ich saufen und hatte eine Entscheidung für das Saufen getroffen. Heute ist mir das klar, damals glaubte ich an "höhere Gewalt" oder so etwas ähnliches. (Letztlich soff ich dann doch nicht - irgendwas hat es in letzter Sekunde verhindert.)

Die Begriffe "Rückfallkrankheit" und "Saufdruck" sind für mich hohle Begriffe geworden, die mir heute nicht mehr als Grund zum Saufen dienen können.

Jochen, Alkoholiker und heute trocken
Gute Freunde helfen einander.
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Jochen
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Re: Herr Sauf macht Druck

Beitragvon Bianka » 30. Jan 2010, 06:21

Lieber Jochen, liebe Freunde
Ich will es mal so ausdrücken: Saufdruck ist ein blödes Wort für den Zustand, indem man sich befindet, wenn die Gier nach Alk zu groß wird. Ich mußte das leider die letzten 2 Tage selbst erleben. Es war die Hölle, ich hatte nur einen Gedanken: ich muß trinken und zwar jetzt und gleich.
Jedoch ehe ich das tat, rief ich einen guten Freund an und bat ihn um Hilfe. Er sagte mir: Du hast ja für Dich schon entschieden, das du trinken willst.Das brachte mich ins Grübeln. Hat er recht?

Ja, er hatte recht. Wenn ich mal zurück denke, hatte ich das schon geplant. Ich war extra einen Tag eher putzen, hab alles erledigt, damit ich mich dann schön dem Suff hingeben kann.

Nach dem Gespräch habe ich mir gesagt:Alk, du verfluchter Hund hast schon mein Leben zerstört, soll ich das wieder zulassen?
Nein, ich habe es nicht zugelassen.

Fazit: Nur wir selber entscheiden, ob wir trinken oder nicht. Nur wir entscheiden, ob es uns gut geht.

Meinem Freund ein großes Danke für diesen einen Satz.

Gute 24 Stunden

Eure Freundin Bianka, Alkoholikerin
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Re: Herr Sauf macht Druck

Beitragvon Jimmy » 30. Jan 2010, 07:27

hallo freunde ich bin jimmy, alkoholiker .....heute trocken.....

danke für deinen beitrag bianka.

du hattest dich zwar schon entschieden wie du geschrieben und auch selbst festgestellt hast.

aber etwas hat dich doch davon abgehalten. du hast bevor du das erste glass getrunken hast

einen freund angerufen. das war eine gute entscheidung.

der freund konnte dich davon überzeugen das du längst deine entscheidung zu trinken getroffen

hast. das war ein drahtseilakt. was wäre passiert wenn du keinen freund erreicht hättest?

mir ist die letzten zwei tagen klar geworden nachdem wir uns ausgiebig mit den thema saufdruck und rückfall

beschäftigt haben, das immer eine ursache dafür besteht.

von nix kommt nix. für gottgegeben halte ich das auch nicht.

es liegt an uns. in uns drin. und wenn wir sagen da gab es keinen auslöser gibt es zwei

möglickeiten:

a: wir haben den auslöser nicht in uns drin gefunden

b: wir waren nicht offen und ehrlich zu uns selbst

beides sagt mir ganz glasklar das ich in diesen fall nicht ausreichend an mir gearbeitet habe.

es liegt an uns selbst ob wir uns auf das seil begeben oder ob wir mit beiden beinen auf

den festen boden bleiben.

danke fürs lesen.

jimmy, alkoholiker.....heute trocken....
Jimmy
 
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