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Die ersten Wochen ohne Alkohol

Probleme, Erfahrungen und Berichte zum Thema Alkohol

Die ersten Wochen ohne Alkohol

Beitragvon Jochen » 10. Jul 2009, 11:27

Hallo liebe Freunde,

mir begegneten in den letzten Wochen drei Menschen, die erst vor kurzer Zeit dem Alkohol Lebewohl gesagt hatten. Dadurch wurde ich daran erinnert, wie diese ersten Wochen der Trockenheit bei mir verliefen. Ich bin bestimmt noch längst kein "alter Hase" in Sachen Alkoholsucht, aber vielleicht kann ich mich gerade deshalb noch so gut an diese seltsame Zeit erinnern.

Ostern 2008 wurde ich krank, hatte hoch Fieber und lag für zwei Wochen im Bett. Das Ganze war begleitet von Erbrechen und Durchfall. Der Arzt diagnostizierte eine starke Blasenentzündung. 10 Tage lang aß ich fast nichts und trank nur Wasser. Nach der ersten Woche kam wieder das Verlangen nach Alkohol durch, trotz Fieber und völliger Erschöpftheit. Ich hatte die Tage gezählt: 8 Tage ohne Alkohol. Während dieser 8 Tage kam mir zum ersten Mal der Gedanke, dass ich alkoholsüchtig sein könnte. Die beiden Dinge trieben mich an, weiter zu machen - weitere Tage ohne Alkohol anzuhängen. Ich bemerkte außerdem, dass ich das in den zwei Jahrzehnten vorher nicht geschafft hatte... eine ganze Woche keinen Alkohol zu trinken.

Es wurden zehn Tage, zwei Wochen, ein Monat daraus. Der körperliche Druck, Alkohol zu trinken war gering. Aber meine Gedanken waren zerrissen: Etwas Alkohol kann ja nicht schaden - oder: Wenn Du jetzt wieder anfängst, geht die Hölle weiter...

Von den Anonymen Alkoholikern oder anderen Selbsthilfegruppen wusste ich nichts. Meine Selbsthilfegruppe war die Familie. Mit Adleraugen schaute sie auf mich... Fängt er wieder an? Trinkt er wieder? Das Misstrauen war da, es war offensichtlich. Über das Thema Alkohol wurde in den ersten Monaten meiner Trockenheit nicht gesprochen. Ich war auf mich alleine gestellt, ich musste entscheiden.

Aus heutiger Sicht war das gut so; ich weiß nicht was passiert wäre, wenn man mir gesagt hätte "Lass das Trinken!". Es kann gut sein, dass ich damals aus Trotz wieder angefangen hätte zu trinken - um zu beweisen, dass ich den Alkohol unter Kontrolle habe. Völlig klar, dass ich damit das Gegenteil bewiesen hätte; der Alkohol hätte mich wieder kontrolliert, nicht ich den Alkohol!

Meine Situation in den ersten Monaten war alles andere als stabil. Alkohol in meiner Nähe ließ den Adrenalinspiegel hochschnellen, jeder Gang zum Lebensmittelgeschäft war ein Roulettespiel, selbst Fernsehreklame für Alkoholgetränke erschütterten mich. Im Gegensatz zu heute überraschte mich die Anwesenheit von Alkohol immer wieder. Das Nur-heute-nicht-trinken der Anonymen Alkoholiker war mir noch unbekannt. Dieses Prinzip hätte es mir in meinen ersten Wochen und Monaten der Trockenheit einfacher gemacht. Wenn ich heute einkaufen gehe, mache ich mir vorher gedanklich klar, dass dort auch Alkohol in den Regalen steht.

Nach einem halben Jahr ohne Alkohol las ich das Blaue Buch der Anonymen Alkoholiker. Ich weiß heute, dass dieses Buch die Zeit des Schwankens verkürzt hätte, oder gar nicht erst hätte entstehen lassen, wenn es mir früher in die Hände gekommen wäre. Aber was soll's... ich gräme mich nicht - es hat ja funktioniert!

Allen, die ganz frisch in der Welt ohne Alkohol angekommen sind, wünsche und empfehle ich die Lektüre dieses Buches (einfach anklicken):
das-blaue-buch-alcoholics-anonymous-f32/das-blaue-buch-als-pdf-datei-t61.html

Gute 24 Stunden!
Euer Freund Jochen
Gute Freunde helfen einander.
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Jochen
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Re: Die ersten Wochen ohne Alkohol

Beitragvon Bianka » 14. Jul 2009, 06:15

Ich bin Bianka und Alkoholike
Ich bin jetzt 29 Tage trocken und ich kann nicht sagen, wie ich mich fühle.
Es ist eine blanke Zerreißprobe.Ich fühle mich körperlich gut, aber in meinem Kopf ist immer der
Gedanke, warum eigentlich nicht. Wenn du nur ein bissel trinkst, ist das ja nicht schlimm.
Ich weiß ganz genau, das es so nicht funktioniert.
Auch die Angst ist da, wie es mir hinterher dreckig geht.
Im Moment geht es mir schlecht. Ich werde hin und her gerissen.
Aber ich gebe noch nicht auf.

liebe Grüße an meine Freunde, die ich hier kennenlernen durfte

Bianka
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Registriert: 07.2009
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Re: Die ersten Wochen ohne Alkohol

Beitragvon Jimmy » 14. Jul 2009, 12:28

hallo liebe bianka,

ich bin jimmy alkoholiker heute trocken.

oh.....ich denke wir alle kennen deine gedanken die dir gerade im kopf rumgehen.

es wird häufig auch als saufdruck bezeichnet. in der anfangszeit ist das immer am schwierigsten weil man ja noch nicht gelernt hat wie man
damit umgehen soll.

mir hat mal ein freund ganz am anfang erzählt das es extrem wichtig am anfang soviel wie möglich an meetings zu besuchen. ich habe seinen rat befolgt und habe in 90 tagen 90 meetings besucht. täglich mindestens eins! es ist dabei völlig gleich ob es face to face meetings oder online meetings sind. wichtig ist, der austausch zwischen den freunden. der freund sagte darmals zu mir: "so....setz dich hin.....mach den mund zu......sperre die ohren auf und lerne". den mund sollte ich zu machen weil ich ein ungeheureres mitteilungsbedürfniss hatte, ich war ja ein ganz spezieller fall....wie ich meinte....jedoch musste ich im laufe der zeit erkennen das ich garnicht so speziell war und der krankheitsverlauf ganz häufig gleich ist.

so sass ich da und lauschte und lernte viel. ein spezielles meeting geht mir jedoch nie aus den kopf. da sagte ein alter hase zu mir:

also jimmy, du musst dir das so vorstellen. trinken ist wie krieg. wenn du aufgehört hast zu trinken, hast du kapituliert. das ist immer der erste schritt. die kapitulation.
so....jetzt wird schon mal nicht mehr an der front geschossen. gut so. doch jetzt müssen weitere schritte folgen sonst kann es passieren das aus den brüchigen waffenstillstand wieder vereinzelte kampfhandlungen stattfinden. also arbeite daran sagte er. gefangenaustausch, entwaffnung, zurückziehen der truppen, fiedensverhandlungen.....etc......

liebe bianka.....er ist unerlässlich das zu tun. wenn du es schaffen möchtest besuche regelmässig meetings. allein die kapitulation reicht nicht aus. es ist wichtig nun den weg auch weiter zu gehen auf dem du dich befindest. damit du lernst mit solchen situationen umzugehen
in der du dich gerade befindest.

lg jimmy alkoholiker heute trocken
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