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Der Rückfall beginnt im Kopf

Probleme, Erfahrungen und Berichte zum Thema Alkohol

Der Rückfall beginnt im Kopf

Beitragvon Jutta » 25. Apr 2010, 16:00

Liebe Freunde,

ich habe einen Beitrag gefunden, den ich euch nicht vorenthalten möchte:


Hallo, ich bin neu hier im Board und möchte mich erstmal vorstellen.
Ich bin 43 Jahre alt und seit ziemlich genau 10 Jahren trocken. Meine Karriere als Alkoholiker begann mit 13 und zwischen meinem 20. und 33. Lebensjahr verging kein Tag ohne Alkohol, es sei denn ich befand mich in Therapie.
Nach etlichen Entgiftungen und zweier Langzeittherapien schaffte ich es tatsächlich, die Krankheit zum Stillstand zu bringen. Dies glückt mir nun schon seit 10 Jahren.
Warum ich hier schreibe?
Seit ca. einem halben Jahr bereite ich innerlich einen Rückfall vor. Mein ganzes Denken kreist immer wieder um dieses Thema. Meine private Lebenssituation ist zur Zeit äußerst angespannt, meine Ehe steht vor dem aus.
Der Alkohol wird diese Situation höchstens verschlimmern, das weiß ich wohl, dennoch erscheint mir, die so greifbare Betäubung meiner Sinne, zur Zeit, wie der Eintritt ins Paradies.
Also nach 10 Jahren Trockenheit bin ich immer noch nicht weise genug, um mich selber zu überzeugen, dass Alkohol für mich ein absolutes "No go" ist.
Ich mache mir keine Illusionen, dass ich kontrolliert trinken könnte, ich weiß dass ich dies nicht kann, bei mir setzt sehr schnell ein Kontrollverlust ein. Dies ist mir aber irgendwie egal.
Ich überlege jeden Tag, welches wohl der beste Zeitpunkt für einen Rückfall ist, wo der beste Ort dafür wäre, welches Bier und welche Schnapssorten gut wären, wie lange ich wohl brauchen werde, um mich völlig runter zu saufen und wieviel Geld ich dafür wohl benötigen werde.
Wie ihr seht, ist das nach 10 Jahren Trockenheit so, als hätte ich nur eine Woche nicht getrunken.
Es bereitet mir Freude über die Details nachzudenken.
Dieser Post ist vielleicht so eine Art Hilferuf, aber vielleicht auch nur ein Ausdruck dafür, dass ich mich immer mehr dem Rückfall annähere.
Wenn mir jemand vor zwei Jahren gesagt hätte, dass ich womöglich noch einmal rückfällig werde, hätte ich ihn für verrückt erklärt. Ich fühlte mich immer als ein ganz sicherer trockener Alkoholiker, den nichts zum trinken bewegen könnte.


gefunden bei saufnix.com

Ich bitte um die Kraft, den Verstand und die Unterstützung aller lieben Menschen, das ich eine solche Lage, sollte sie auf mich zukommen, meistern kann!

Jutta, Alkoholikerin - heute trocken
Jutta
 

Re: Der Rückfall beginnt im Kopf

Beitragvon Jochen » 1. Mai 2010, 12:14

Hallo, liebe Freundinnen und Freunde,

ich hatte nie einen Rückfall, oder vielleicht besser gesagt, ich hatte nur Rückfälle bis vor 2 Jahren. Trotzdem weiß ich inzwischen, wie ein Rückfall "funktioniert". Ich hatte mehrmals geplant, wieder zu saufen, allerdings habe ich das nur im Nachhinein feststellen können. Teilweise war es eine sehr kurzfristige Planung, so etwa 5-10 Minuten bevor es "passieren" sollte.

Als trinkender Alkoholiker habe ich ziemlich wenig auf die Reihe gebracht, mit einer Ausnahme: die Besorgung des Stoffs. Nachdem ich nicht mehr trank blieben die Gedanken trotzdem bei der Beschaffung, zwar nicht mehr so oft, aber doch immer wieder mal. Da war es aus heutiger Sicht sehr gut, dass ich mich vom Alkohol (räumlich) fern hielt. Der Anblick einer Flasche Rotwein in Verbindung mit Gedanken an's Trinken wäre gefährlich gewesen.

Heute habe ich diese Schwierigkeit nicht mehr, vermutlich weil die Rückfallplanung meines kranken Hirns nicht mehr zugelassen wird. Oder anders gesagt: Der Kampf gegen den Alkohol ist beendet; die Gedanken an das (Wieder-)Trinken werden reflexartig, sozusagen "automatisch", nicht mehr zugelassen. Das geschah an einem bestimmten Tag Anfang 2009, ich weiß noch genau, dass ich auf einer Messe Standdienst machen musste und ich mich vor den Gelagen an den Abenden fürchtete. Ich nahm mir nur noch vor, die nächsten 2, 3 oder 4 Stunden nichts zu trinken. Es gelang mir. Schlagartig wurde aber damit klar, dass ich niemals trocken bleiben würde, wenn ich dem Alkohol aus dem Weg ginge.

Ich trank nicht mehr, das war ja schon mal gut. Aber wie würde es weiter gehen? Einfach mir immer wieder einbläuen "Du darfst nicht saufen!"? Irgendwann wäre dieses Vorgehen abgedroschen und das Gelübde gestorben. Die Lösung, die ich fand, ist auf der Internetseite der Anonymen Alkoholiker angegeben:

Wir gehen davon aus, dass der Alkoholismus unheilbar ist, dass jedoch ein Alkoholiker sein Leben normal verbringen kann, vorausgesetzt, dass er einige einfache Änderungen in seiner Lebensweise vornimmt und diese einhält. Aus Erfahrung wissen wir, dass dies am besten in Gesellschaft derer geschieht, die sich mit demselben Problem beschäftigen.

Dass letzteres eine schöne und wohltuende "Beschäftigung" ist, habe ich inzwischen erfahren.

Jochen, Alkoholiker und heute trocken
Gute Freunde helfen einander.
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