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Alkoholiker sind empfindlich

Probleme, Erfahrungen und Berichte zum Thema Alkohol

Alkoholiker sind empfindlich

Beitragvon Jochen » 11. Feb 2009, 22:59

Ich bin der Jochen und Alkoholiker.

Anfang 2007 war ich erstmals in einem Alki-Chat, damals noch betrunken.
Nach meiner Krankheit ging ich ab ab Oktober 2008 wieder online und fand mich in verschiedenen Chats und Foren wieder.
Insgesamt haben mir die Gespräche sehr gut getan, sowohl f2f als auch im Internet. Sie haben mich stabillisiert.

Was mir in vielen Gesprächen auffiel war die große Empfindlichkeit und Verletzlichkeit der Alkoholiker und zwar besonders bei den trockenen. Auch die Angehörigen trockener Alkoholiker fand ich häufig leicht verletzbar. Andererseits war nach meinem Empfinden die Verletzlichkeit bei den "alten Hasen", die schon länger trocken waren, sehr viel geringer.

Inzwischen ist mir schon klar, dass dies natürlich an der Krankheit Alkoholismus liegt, deren Bewältigung vielen Menschen schwer fällt. Sie haben noch nicht das Selbstbewusstsein wieder erlangt, was ihnen der Alkohol abgenommen hat.

In Chats und Foren kommt dann noch die Schwierigkeit hinzu, dass der Gesprächspartner nicht zu sehen ist, seine Gestik und Mimik nicht sichtbar sind und vieles verkürzt ausgesprochen wird. Das kann schnell zu Missverständnissen führen und den anderen vermeintlich verletzen.

In diesem Bewusstsein sollten wir Online-Schreiber aufpassen, dass wir behutsam mit den anderen umgehen. Und umgekehrt: Bevor wir uns beleidigt zurückziehen oder zornig werden, lieber nochmal nachfragen, wie es mein Gesprächspartner gemeint hat.

Über Eure Gedanken zu diesem (manchmal heiklen) Thema würde ich mich freuen.

Viele Grüße und gute 24 Stunden,
Euer Freund Jochen

19.01.2009
Gute Freunde helfen einander.
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Re: Alkoholiker sind empfindlich

Beitragvon Olaf » 11. Jun 2009, 20:06

hallo freunde,
ich bin olaf und alkoholiker heute trocken.

ich lerne jeden tag etwas neues...
gestern durfte ich lernen wie uneinsichtig ein mensch sein kann..

ein freund der allen beweisen will das er kein alki ist....
was ich nicht verstehen kann...
wenn ich kein prob mit alk habe brauche ich es doch nicht zu beweisen ... oder???

an etwas zu arbeiten was keinen sinn macht bringt nur frust....
und dann zu sagen ja ich bin alkoholiker aber ich beweise es euch das es nicht so ist....
bringt das ihn oder uns weiter???

nö... tut es nicht..
ich rede nicht weiter gegen einen wand... wer hilfe echt will, bekommt sie...
und so lange übe ich gelassenheit...

denn auch nasse alkoholiker sind sehr empfindlich...

olaf ,alkoholiker heute trocken..
Olaf
 
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Re: Alkoholiker sind empfindlich

Beitragvon Jochen » 21. Jul 2009, 14:48

Hanna hat geschrieben:.......in der Zwischenzeit tritt im Chat und Meeting Bereich eine komplizierte Situation auf und man hat teilweise, anscheinend nicht mehr die Kraft......

Liebe Hanna,

es gibt für mich einen Punkt, an dem die Kraft zuende geht. Spätestens dann, wenn meine Bemühungen dauerhaft auf Granit stoßen. Es ist leider so, dass Hilfe bei dem Betroffenen nicht ankommen kann, so lange er nicht bereit ist, diese anzunehmen. In meiner kurzen Zeit als trockener Alkoholiker sind mir mindestens 20 Menschen begegnet, die trocken "gemacht" werden wollten. Und immerhin gab/gibt es 3 Menschen hier im LoA, die sich dafür entschieden, weiter zu trinken. Es fällt mir sehr schwer, diese Freunde loszulassen, aber alles andere ist vergebliche Mühe. Ich vermute sogar, dass es ihnen schadet, wenn immer wieder die gleichen Argumente vorgebracht werden. Bei mir war es jedenfalls so: sie landeten in der Tonne, und zwar umso schneller, je häufiger sie vorgebracht wurden.

Hanna hat geschrieben:bin Angehörige eines extrem komplizierten Nassen und Mod.

Alkoholiker, die noch trinken, sind nicht kompliziert; sie "leben" sehr oberflächlich - und gleichen sich stark. Das durfte ich hier und anderswo in Gesprächen mit Alkoholikern in den vergangenen 12 Monaten erfahren. "Seitdem Du nicht mehr trinkst, hast Du aber Deinen eigenen Kopp" sagte man mir; es scheint so, als wenn trockene Alkoholiker kompliziert(er) werden. Ist ja eigentlich auch logisch - mit klarem Kopf kann ich mir endlich Gedanken zu meinem Leben und persönlichen Beziehungen machen.

Hanna, ich hoffe dass Du Deinen Weg findest und drück' Dir fest die Daumen, dass Du die Situation gelassen annehmen kannst.

Alles Gute wünscht Dir
Dein Freund Jochen
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Re: Alkoholiker sind empfindlich

Beitragvon Hans aa-leben » 22. Jul 2009, 15:07

Liebe Freundinnen & Freunde.

Alkoholiker sind empfindlich ??

Ich selber kenne keinen Alkoholiker der einem anderen Alkoholiker Empfindlichkeit attestiert, das Gegenteil von Empfindlich trifft da schon eher zu. Wer sich zig Jahre fast ins Grab gesoffen hat der muss schon sehr unempfindlich allem und jedem gegenüber geworden sein, denn auch der Anfang in der Hölle ist nicht so ohne weiteres auszuhalten und zu eretragen.

Als ich aufgehört habe Alkohol zu trinken wagte ich zum ersten Mal, zu widersprechen. Ich weigerte mich, an Machtspielen und Manipulationen teilzunehmen. Ich hatte schreckliche Angst und konnte es kaum fassen, was ich da tat. Aber ich stellte fest, dass ich nicht gemein sein musste. Ich musste keinen Streit anfangen. Ich konnte das, was ich sagen wollte, zur Sprache bringen, um für mich selbst Sorge zu tragen.

Ich erkannte, dass ich mich lieben und achten und mich gleichzeitig auch um andere kümmern konnte so wie ich es wollte, nicht so, wie andere es wollten. Wer verstünde wohl besser, meine Schwachpunkte zu berühren, als Familien-Mitglieder? Wem sonst gab so viel Macht in die Hand Beziehungen innerhalb der Familie können äußert provokativ sein.

Ein einziges Telefongespräch kann mich in seelischen und psychischen Aufruhr versetzen, der stundenlang, ja tagelang anhält. Das wird manchmal noch schlimmer zu Beginn meiner inneren Heilung, weil sie mir meine eigenen Reaktionen und mein Unbehagen bewusst machen. Das ist unangenehm, aber gut. Mit diesem Prozess, in dem ich mir die Dinge bewusst machte und sie akzeptierte, veränderte und entwickelte ich mich und fand Heilung.

Diese liebevolle Loslösung von Familienmitgliedern kann Jahre dauern, ebenso der Lernprozess, auf den ich auf meine Weise effektiv reagiere. Ich kann nicht kontrollieren, was andere tun oder versuchen zu tun; Ich habe aber eine gewisse Kontrolle darüber, für welche Reaktion ich mich entscheiden will und kann. Ich durfte aufhören andere zu zwingen, sie anders zu behandeln. Ich löste mich von Strukturen, indem ich aufhörte, andere verändern oder beeinflussen zu wollen.

Die Menschen in meiner Familie müssen mit ihren vorgeformten Verhaltensweisen, besonders dann wenn sie mich betreffen, selbst zurechtkommen. Wie ich darauf reagiere, wie ich mich selbst schütze, ist einzig und allein meine Sache. Ich kann meine Familie lieben und gleichzeitig ihre Bemühungen zurückweisen, mich zu manipulieren, zu kontrollieren oder mir Schuld auf zu laden.

Ich kann im Zusammensein mit Familienmitgliedern achtsam mit mir selbst umgehen, ohne mich schuldig zu fühlen. Ich kann im Umgang mit ihnen lernen, beharrlich zu sein, ohne in Aggression zu verfallen. Ich kann Grenzen setzen, die ich setzen will ohne mich der Familie gegenüber abweisend zu verhalten. Ich kann lernen, meine Familie zu lieben, ohne auf Selbstliebe und Selbstachtung zu verzichten.

Vielleicht hilft mir die Einsicht, dass ich mein Leben, meinen Tag, meine Gefühle nicht von ihren Problemen bestimmen lassen muss und die Erkenntnis, dass ich gegenüber Familien-Mitgliedern meine Empfindungen zum Ausdruck bringen kann, ohne mich schuldig oder beschämt fühlen zu müssen. Ich bin hier, weil es letztlich kein Entrinnen vor mir selbst gibt. Solange ich mich nicht selbst in den Augen und Herzen meiner Mitmenschen begegne, bin ich auf der Flucht.

Solange ich nicht zulasse, dass meine Mitmenschen an meinem Innersten teilhaben, gibt es für mich keine Geborgenheit. Solange ich mich fürchte, durchschaut zu werden, kann ich weder mich selbst noch andere erkennen. Ich werde allein sein und es auch bleiben. Wo kann ich immer wieder einen solchen Spiegel finden, wenn nicht in meiner Familie.

Hier in der Gemeinschaft kann ich mir erst richtig klar über mich werden und mich nicht mehr als den Riesen meiner Träume oder den Zwerg meiner Ängste sehen, sondern als Mensch, der Teil eines Ganzen ist. In solch einem Boden kann ich Wurzeln schlagen und wachsen, nicht mehr allein wie im Tod, sondern lebendig als Mensch unter Menschen."

Euch allen gute 24 Stunden

Hans von AA-Leben
Hans aa-leben
 


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