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Achterbahn in die Hölle

Probleme, Erfahrungen und Berichte zum Thema Alkohol

Achterbahn in die Hölle

Beitragvon Jochen » 10. Sep 2010, 20:14

Die letzten Jahre mit meinem langjährigen Freund waren schon -gelinde gesagt- eigenartig. Ganz einfache Dinge wurden extrem kompliziert. Wirklich komplizierte Verhalte vereinfachte ich. Dabei konnte nie die Rede von einem gesunden Menschenverstand sein.

Ich rede von meinem Ex-Freund Alkohol.

Einfache, private oder dienstliche Gespräche wurden von mir bereits im Vorfeld so sehr gedanklich verkompliziert, dass dabei nichts herauskommen konnte. Agression war angesagt. In Gedanken fing ich bereits an zu kämpfen. Ich kämpfte gegen Dinge, die gar keines Kampfes bedurften. Kamen andere Themen auf den Tisch, also solche, an die ich zuvor gar nicht gedacht hatte, war ich hilflos. Entweder schluckte ich das, was mir vorgesetzt wurde - oder ich machte mich durch das Vortragen von schwachsinnigen Ideen lächerlich.

Fachlich konnte ich viele Dinge bis zu meiner Kapitulation vor dem Alkohol noch einigermaßen bearbeiten. Im zwischenmenschlichen Bereich war das nicht der Fall: Zum Beispiel war ich der felsenfesten Überzeugung, dass ich in allen Dingen recht hatte. Wo etwas nicht passte wurde es passend gemacht. Wenn es hieß "Jochen, Du trinkst zuviel" habe ich eine weitere Flasche aufgemacht, um zu beweisen, dass ich viel vetrage und hinterher noch gerade gehen kann. Ich war so an den Alkohol gewöhnt, dass das meistens sogar funktionierte.

Es gab auch lichte Momente. Komischerweise gerade in dem letzten Jahr vor meinem DOS, in dem ich besonders heftig soff. Immer wieder dachte ich daran, das Trinken einzuschränken. Mein Beruf zwang mich oft dazu, obwohl es mir immer gleichgültiger wurde, ob andere meinen Zustand erkannten oder nicht. Meine Mutter ermahnte mich häufig, nicht so viel zu trinken. Genauso häufig kam der Trotz in mir hoch und ich wollte beweisen, dass ich auch mit Alkohol ein normales Leben führen kann.

Es war jedoch alles andere als normal. In den letzten nassen Wochen war ich rund um die Uhr betrunken und musste sogar nachts "nachladen". Irgendwas in meinem Kopf meldete immer öfter: Du baust großen Mist. Alkoholverwirrte Gedanken hielten dagegen: Ist doch alles okay, alles im "grünen Bereich".

"Der Alkoholismus ist die einzige Krankheit, die sagt, sie sei keine" Dieser Satz aus einem Meeting trifft es genau. Bis zum letzten Tropfen Alkohol glaubte ich nicht, dass ich krank bin.

Die Hölle habe ich erlebt. Ich war drin. Die Hölle hatte keinen wirklichen Eingang. Deren Qualen wurden ganz langsam größer - bis zu dem Punkt, wo sie nicht mehr auszuhalten waren.

Dahin möchte ich nicht mehr. Deshalb trinke ich heute keinen Alkohol.

Jochen, Alkoholiker
Gute Freunde helfen einander.
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Jochen
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