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Die leise Sucht

"weiblicher" Gedankenaustausch" Männer erwünscht

Die leise Sucht

Beitragvon Jutta » 7. Jan 2010, 15:45

Die leise Sucht


Die Superfrauen von heute sind attraktiv, erfolgreich, niemals müde oder schlecht gelaunt. Um leistungsfähig zu bleiben, greifen viele zu Alkohol und Tabletten

Die Sucht bei Frauen beginnt leise

Die Sucht bei Frauen beginnt leise und unauffällig. Ein Glas Cognac zum "Runterkommen" nach einem langen Arbeitstag - niemand denkt sich etwas dabei. Doch irgendwann läuft nichts mehr ohne den kleinen Schluck nach Feierabend. Derzeit leben rund 530.000 Alkoholikerinnen in Deutschland, schätzt die Deutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahren (DHS) in Hamm. Außerdem gelten eine Million Frauen als schwer medikamentenabhängig. Allen voran stehen Beruhigungsmittel wie Valium. Verschreibungsgrund sind meistens so genannte psychosomatische oder Befindlichkeitsstörungen wie Nervosität, Schlafprobleme oder Herzrhythmusstörungen ohne organische Ursache. "Die meisten Ärzte haben nicht die Zeit, um nach seelischen Ursachen zu forschen," sagt Carmen Walcker-Meyer, Geschäftsführerin des Frauensuchtprojekts StoffBruch in Berlin Mitte. Stress im Job und in der Familie oder abschalten nach einem langen Tag: Es gibt viele Gelegenheiten, bei denen Frauen zum Glas oder zu Tabletten greifen.

"Alkohol und Medikamente dienen zunächst als Helfer in schwierigen Situationen", sagt Victoria Kerschl vom Verein FrauSuchtZukunft in Berlin. "Später verheimlichen die Frauen ihre Sucht, weil sie sich schämen." Familie und Umfeld nehmen zunächst nicht wahr, dass etwas nicht stimmt. Die Schnapsflasche wird in der Küche versteckt, die Tabletten heimlich genommen. Die Alkoholfahne wird mit Pfefferminze überdeckt, die leeren Flaschen und Tablettenschachteln heimlich aus dem Haus geschafft. Nach außen halten die Frauen die Fassade so lange wie möglich aufrecht.
"Abhängigkeit ist schwer einzugestehen"

Die Alkohol- und Tablettenabhängigkeit bei Frauen ist kein Problem von sozialen Randgruppen. Drei Viertel aller Frauen, die sich wegen ihrer Alkoholkrankheit zu einer Beratungsstelle begeben, sind berufstätig. Rund die Hälfte lebt in einer festen Beziehung, viele haben Kinder. Untersuchungen des EU-Projekts "Alkoholkonsum und Alkoholprobleme bei Frauen in europäischen Ländern" ergaben, dass Frauen im mittleren Alter mit guter Ausbildung und höherem sozialen Status deutlich mehr Alkohol trinken als andere Frauen. Je länger die Ausbildung, desto höher liegt der tägliche Alkoholverbrauch. Die täglich konsumierte Alkoholmenge sagt zwar nichts über eine Abhängigkeit aus, doch mit steigender Menge und Regelmäßigkeit steigt auch das Risiko, süchtig zu werden.

Nimmt eine Frau täglich 40 Gramm reinen Alkohol oder mehr zu sich, gilt sie als stark suchtgefährdet. Ein Viertelliter Bier oder 0,1 Liter Wein beispielsweise enthalten bereits zehn Gramm Alkohol. Die Frauen, die in die Beratungsstelle der FrauSuchtZukunft kommen, sind meist zwischen 28 und 42 Jahren alt. Viele leben schon jahrelang unentdeckt mit ihrer Krankheit. "Frauen haben es schwer, sich die Abhängigkeit einzugestehen", berichtet Victoria Kerschl.

Oft liegen die Ursachen für die spätere Abhängigkeit schon in der Kindheit. Seelische oder körperliche Gewalt oder das Suchtverhalten der Eltern sind bei der Entstehung der Sucht entscheidend. Eine der Hauptursachen scheint aber die permanente Überforderung in Job und Familie zu sein. Claudia Bebko und Jo-Ann Krestan beschreiben in ihrem Buch "Das Superfrauen-Syndrom" die Frau von heute. Sie muss eine Superfrau sein: attraktiv, erfolgreich, niemals müde oder schlecht gelaunt, Ehefrau, Mutter, Karrierefrau. Dieser Zwang, es allen recht zu machen, ist verheerend für das Selbstwertgefühl. Er ist der Grund, warum Frauen sich ständig selbst überfordern und die eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund drängen. Alkohol und Tabletten scheinen dann oft der einzige Weg, um leistungsfähig zu bleiben.
Raus aus der Sucht

In Sachen Abhängigkeit gebe es Unterschiede zwischen Frauen und Männern, betont Rolf Hüllinghorst, Geschäftsführer der DHS. "Viele süchtige Frauen suchen die Schuld nur bei sich selbst. Männer dagegen machen eher andere Menschen oder Lebensumstände für ihre Sucht verantwortlich." Frauen gingen außerdem in Beratungsgesprächen sehr früh aus sich heraus. Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und Wohngemeinschaften bieten deshalb gezielte Hilfe für weibliche Suchtkranke an.

Zum Weg aus der Sucht gehört immer auch die Entgiftung. Diese sollte unter Aufsicht stationär oder ambulant in einer Klinik erfolgen. Bis zu acht Wochen kann der körperliche Entzug bei schwerer Beruhigungsmittelabhängigkeit dauern, die Entgiftung nach Alkoholmissbrauch eine gute Woche. Es reicht aber nicht, nur den Körper zu entgiften. "Wir wollen die Betroffenen auch seelisch so weit stabilisieren, dass sie das für sie beste Hilfsprogramm annehmen können", erklärt Hansjürgen Keller, Chefarzt am DRK Krankenhaus Mark Brandenburg in Berlin. Der Zeitraum von sieben Tagen, den die Krankenkassen in der Regel für den Entzug bewilligen, ist meist zu knapp, um die Patienten auf den nächsten großen Schritt, die Therapie, vorzubereiten. "In sieben Tagen machen wir die Leute nur fit für den nächsten Rückfall", klagt Keller. Die anschließende Therapie, finanziert von der Sozialversicherung, besteht aus Psychoanalyse, Gruppentherapie und anderen Maßnahmen - je nach Patientin und Krankheitsbild. Stationär in einer Fachklinik dauert die Therapie drei bis vier Monate, in ambulanten Einrichtungen bis zu einem Jahr. Doch auch danach ist die Patientin nicht vor einem Rückfall sicher - der Alkohol muss für immer tabu bleiben.


gute 24 Stunden Jutta, Alkoholikerin

von Susanne E. Kaiser Quelle http://www.netdoktor.de
Jutta
 

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